Akademische Arbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte, Note: 1,3, Technische Universität Dresden (Institut für Katholische Theologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Dass Krankheit ein vielschichtiger Begriff zu sein scheint, der ein sehr unterschiedliches Verständnis zu verschiedenen Zeiten und Umgebungen umfasste, zeigen sowohl die Quellen der Heiligen Schrift, die historischen Quellen der Medizingeschichte als auch die aktuellen Definitionsversuche im medizinischen Kontext der heutigen Tage. Verfolgt man die Begriffsgeschichte bis in die Gegenwart, so reicht dieser Bestimmungszusammenhang von einem Dualismus zwischen Seele und Leib, über ein fremdbestimmtes Ereignis zur Läuterung der Menschheit bishin zu einer klar auf die beobachtbaren Symptome hin ausgerichteten Krankheitsvorstellung, die vorrangig als indexikalisch und weniger als gesamtheitlich zu betrachten ist. Zunehmend ist in der Debatte um ein adäquates Krankheitsverständnis und die sinnvollen Wege zur ganzheitlichen Genesung die weisheitliche Literatur herangezogen worden, sowohl aus dem asiatischen Kulturraum als auch in der Wiederentdeckung frühchristlicher Schriften, wie wir sie in den Apophthegmata Patrum vorfinden.
Autorentext
Julia Catharina Eydt, geborene Maron (* 16. Dezember 1990 in Merseburg) ist eine deutsche Germanistin, Kulturwissenschaftlerin, Theologin und Historikerin. Sie publiziert auch unter dem Namen Julia von Marienfels. Sie ist als freischaffende Autorin, Lektorin und Kulturmanagerin tätig. Julia Eydt wuchs in Merseburg auf, wo sie 2009 das Abitur ablegte. Nach einem ersten Exkurs an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in den Fächern Geschichte und Politikwissenschaft, brach sie das Studium zu Gunsten einer ergotherapeutischen Ausbildung ab. Das Staatsexamen für Ergotherapie beendete sie mit summa cum laude. In den Endzügen ihrer Ausbildung begann sie parallel ein Fernstudium zum Ernährungsberater (FH) an der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen, welches sie ebenfalls mit Bestnote abschloss. Nach kurzer selbstständiger Tätigkeit als Ernährungsberaterin in Halle an der Saale zog sie nach Dresden und studierte dort Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften, Germanistik und Theologie an der Technischen Universität Dresden. Nach ihrem erfolgreichen Studienabschluss absolvierte sie zusätzlich ein Geschichtsstudium an der TU Dresden. Julia Eydt arbeitete zunächst im Notariat Heckschen und van de Loo und war mehrere Semester als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Angewandte Linguistik bei Joachim Scharloth tätig. Dort konnte sie bereits erste praktische Erfahrungen im wissenschaftlichen Lektorat sammeln. Sodann folgte sie ihrem Hochschullehrer Walter Schmitz an das Mitteleuropazentrum für Staats-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften, wo sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Darüber hinaus arbeitete sie für den anliegenden Thelem Universitäts- und Wissenschaftsverlag in Dresden und war vornehmlich mit dem Lektorat wissenschaftlicher Publikationen betraut. Im Jahr 2019 gründete Julia Eydt ein eigenes freies Lektorat, was sich vor allem mit der Betreuung wissenschaftlicher Publikationen in den Bereichen Geistes- und Sozialwissenschaften befasst. Daneben verantwortet sie auch Marketingtexte und Werbekampagnen für Künstler und Musiker und ist für verschiedene Verlage in Leipzig tätig. Im Rahmen internationaler und nationaler Kulturprojekte ist sie darüber hinaus als Kultur-und Projektmanagerin tätig. Julia Eydt lebt und wirkt in Leipzig.