Julian Klinkhammer prüft am paradigmatischen Fall der Schweiz, inwiefern zentrale Thesen zur Globalisierung des Managements auf die Industrieelite zutreffen. Anhand von Lebensverläufen und qualitativen Interviews zeigt die Studie, dass im Generationenvergleich weder eine rückhaltlos globale Elite noch eine vollkommen neoliberale Unternehmensführung Einzug ins Top-Management gehalten haben. Stattdessen ist die Schweiz aus managementsoziologischer Perspektive in einen Prozess weltweiter Industrialisierung eingebettet. Der Umbau globaler Wertschöpfungsketten geht hier mit liberaler Bürokratisierung' auf der Ebene der Organisation einher. Dieser Trend zur einseitigen Steigerung formaler Rationalität konnte sich auch ohne staatliche Hilfe ausbreiten, denn er wurzelt in den dominanten Deutungsmustern der Top-Manager. Dies erklärt einige der Ambivalenzen und Paradoxien bei der selektiven Öffnung der Schweiz.



Eine empirische Studie Prüfung einschlägiger Globalisierungsthesen

Autorentext

Julian Klinkhammer ist akademischer Mitarbeiter am Max-Weber-Institut für Soziologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.



Inhalt
Liberalisierung der schweizerischen Spielart des Kapitalismus.- Brüche in den Karrieremustern angestellter Manager.- Problemzentrierte Interviews mit Top-Managern.- Widerstände gegen neoliberale Unternehmensführung in sozialen Deutungsmustern.
Titel
Spuren globaler Eliten und neoliberaler Unternehmensführung
Untertitel
Eine managementsoziologische Studie der Industrieelite in der Schweiz
EAN
9783658220242
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
09.05.2018
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
5.32 MB
Anzahl Seiten
469
Auflage
1. Aufl. 2018
Lesemotiv