Julian Stockwin wurde 1944 in England geboren und trat bereits mit 15 Jahren der Royal Navy bei. Nach achtjähriger Dienstzeit verließ er die Marine und machte einen Abschluss in Psychologie und Fernöstliche Studien. Anschließend lebte er in Hong Kong, wo er als Offizier in die Reserve der Royal Navy eintrat. Für seine Verdienste wurde ihm der Orden des MBE (Member of the Order of the British Empire) verliehen, bevor er im Rang eines Kapitänleutnants aus dem Dienst ausschied. Heute lebt er als Autor in Devon und arbeitet an den Fortsetzungen der erfolgreichen Thomas-Kydd-Reihe. Julian Stockwin im Internet: https://julianstockwin.com/ Bei dotbooks erscheinen in der Thomas-Kydd-Reihe von Julian Stockwin: »Zur Flotte gepresst« »Bewährungsprobe auf der Artemis« »Verfolgung auf See« »Auf Erfolgskurs« »Offizier des Königs« »Im Kielwasser Nelsons« »Stürmisches Gefecht« »Im Pulverdampf«
Exotische Orte und ein unbesiegbarer Feind: Der abenteuerliche Seefahrerroman »Bewährungsprobe auf der Artemis« von Julian Stockwin als eBook bei dotbooks.
England, 1794: Dank seiner Heldentat werden Thomas Kydd und sein bester Freund Renzi als Vollmatrosen auf die »Artemis« versetzt - eine der besten Fregatten der Royal Navy. Schon bald erhalten sie eine wichtige Mission: Sie sollen den königlichen Gesandten nach China eskortieren. Für Kydd ist es der Beginn einer Reihe von Abenteuern, die ihn bis in die entlegensten Winkel der Welt führt. Auf den Philippinen erwarten ihn Prüfungen, die seine Stärke, seinen Mut und seine Loyalität auf die Probe stellen: Das gefürchtete Gelbfieber rafft die Crew dahin, immer mehr tapfere Männer wollen desertieren und die Ureinwohner der Insel hüten ein blutiges Geheimnis ... Jetzt ist es an Kydd und Renzi, die Besatzung der »Artemis« zu retten!
Ein Highlight der nautischen Romane: »Stockwin wurde zum Bestsellerautor, weil er seine Leser mitten zwischen die Männer stellt, die vor dem Mast fuhren.« Daily Express
Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der marinehistorische Roman »Bewährungsprobe auf der Artemis« von Julian Stockwin - Band 2 der Erfolgsreihe um Thomas Kydd und seinen Aufstieg vom einfachen Matrosen zum Helden der See. Ein Lesevergnügen für alle Fans von Patrick O'Brian und C. S. Forester. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.
Autorentext
Julian Stockwin wurde 1944 in England geboren und trat bereits mit 15 Jahren der Royal Navy bei. Nach achtjähriger Dienstzeit verließ er die Marine und machte einen Abschluss in Psychologie und Fernöstliche Studien. Anschließend lebte er in Hong Kong, wo er als Offizier in die Reserve der Royal Navy eintrat. Für seine Verdienste wurde ihm der Orden des MBE (Member of the Order of the British Empire) verliehen, bevor er im Rang eines Kapitänleutnants aus dem Dienst ausschied. Heute lebt er als Autor in Devon und arbeitet an den Fortsetzungen der erfolgreichen Thomas-Kydd-Reihe. Julian Stockwin im Internet: https://julianstockwin.com/ Bei dotbooks erscheinen in der Thomas-Kydd-Reihe von Julian Stockwin: »Zur Flotte gepresst« »Bewährungsprobe auf der Artemis« »Verfolgung auf See« »Auf Erfolgskurs« »Offizier des Königs« »Im Kielwasser Nelsons« »Stürmisches Gefecht« »Im Pulverdampf«
Leseprobe
Kapitel 2
»Der Teufel soll sie holen, diese gottverdammten nichtsnutzigen Landlubber und Luvschieter!« brüllte der Admiral, völlig außer sich. Der enge, gestärkte Kragen am Hals sorgte dafür, daß sein Gesicht puterrot anlief.
Seine Gattin seufzte entnervt auf. »Also wirklich, John, du weißt doch nur zu gut, daß ich deine Seemannsflüche zu Hause nicht hören will.«
Der Admiral verbiß sich eine Antwort. Er war sich wohl bewußt, wie nahe er daran war, seiner Wut endgültig die Zügel schießen zu lassen. Außerdem verschaffte es ihm eine gewisse Befriedigung, seinen Vatermörder zu lösen, was, wie er hoffte, unter der schneeweißen Spitzenkrawatte nicht auffallen würde. »Du würdest mir etwas mehr Mitgefühl entgegenbringen, meine Liebe, wenn du wüßtest, wieviel Müh' und Plag' mir der unerwartete Beschluß Seiner Majestät bereitet, uns einen Besuch abzustatten«, knurrte er. Das Mitgefühl würde ihm zuteil werden, das wußte er, nicht aber das Verständnis. Die überraschende Entscheidung König Georgs, die Hauptstadt zu verlassen und höchstpersönlich anwesend zu sein, wenn der schwer gezeichnete Sieger samt seiner Prise seinen triumphalen Einzug hielt, stellte den Hafenadmiral vor zahllose Probleme.
»Aber natürlich, mein Liebster - es muß eine arge Last für dich sein.« Lady Clowes hatte ihre eigenen Ansichten zu der Frage, was Mühen und Plagen waren: Sie war persönlich dafür verantwortlich, daß die festlichen Empfänge für den König ein voller Erfolg wurden - sollten sie irgendwie mißlingen, würde man das ihr anlasten, sollten sie dagegen glatt über die Bühne gehen, würde man es für selbstverständlich nehmen. Ihr einziger Helfer war dieser widerwärtige Flaggleutnant, ein schlichter Marineoffizier, der die Feinheiten höfischer Etikette gar nicht zu schätzen wußte.
»Denk nicht zuviel daran, mein Lieber«, setzte sie geistesabwesend hinzu. In Gedanken war sie bei der Frage, was sie mit der ambitionierten Lady Saxton anfangen sollte. Die Frau des Werftaufsehers war mit einem einfachen Kapitän zur See verheiratet, der aber ein Baronet war. Wenn sie als Gastgeberin die damit verbundenen sozialen Ambitionen befriedigen wie auch im Zaume halten wollte, war sie in einer Zwickmühle, was den Vorrang beim Vorstellungsdefilée vor dem König betraf.
»Verzeihen Sie, Sir .« Der Flaggleutnant stand in der Tür.
»Tod und Teufel, mein Herr! Gerade wenn wir ...«
»Ich bitte vielmals um Entschuldigung, Sir, aber wir haben eine Nachricht von Brigadegeneral Crossley erhalten«, unterbrach ihn der Leutnant mit allem gebotenen Respekt. »Er läßt Sie wissen, daß er bei dem gegenwärtigen Menschenandrang leider nicht länger für die sichere Ankunft des königlichen Trosses garantieren kann.« Er verstummte, den Blick von Lady Clowes abgewandt.
»Aha.« Der Admiral spürte, wie ihm schon wieder der Kamm schwoll. Soweit zum Heer - die Herren hatten nichts anderes zu tun, als den ganzen Tag auf und ab zu marschieren, diese Stoppelhopser, und jetzt waren sie nicht einmal in der Lage, dem König einen Weg durch die Menge zu bahnen. »In einer Stunde bin ich in meinem Büro. Bis dahin werden Sie sicher noch durchhalten«, sagte er gereizt.
»Sir.« Der Leutnant grüßte und ging.
»John?« Seine Frau hatte die Zeichen erkannt und versuchte, den drohenden Sturm abzuwenden.
»Ja?«
»Sei so lieb …