Autorentext
Käthe Recheis wurde am 11. März 1928 in Engelhartszell (Oberösterreich) als das vierte Kind eines Landarztes geboren. Sie besuchte die Volksschule in Hörsching und maturierte in Linz. In der Folge war sie als Redaktionssekretärin tätig. 1956 - 1961 Leitung des österreichischen Büros einer internationalen Katholischen Organisation zur Betreuung von Auswanderern.
Seit 1961 freie Schriftstellerin. Als Autorin und Übersetzerin hat sie bis heute 47 Kinderbücher veröffentlicht, für die sie u.a. zwölfmal mit dem Österreichischen Kinderbuchpreis und zehnmal mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien ausgezeichnet wurde. Für ihr Gesamtwerk erhielt sie den Österreichischen Würdigungspreis für Kinderliteratur. Zudem wurde ihr der Beufstitel "Professorin" verliehen. Gleichsam einen zweiten Beruf hat Käthe Recheis in ihrem Engagement für die Indianer Nord- und Mittelamerikas. Zusammen mit ihrem Bruder hat sie Indianerschulen gegründet, indianische Texte herausgegeben und übersetzt. 2011 wurden beide Schulen, sowohl Volks-, als auch Hauptschule ihres Heimatortes Hörsching nach ihr benannt.
Zusammenfassung
Einst, vor langer Zeit, lebte im Land der groen Walder ein Madchen, das hatte drei Bruder. Eines Abends kommen die drei ganz verstort von der Jagd heim und der Alteste sagt: "e;Ich habe oben in den Hugeln eine Spur entdeckt. Sie war riesengro. So gro kann kein Mensch sein."e; ... Auch die kleine Schwester hat die ratselhafte Spur gesehen - gar nicht weit weg von der Hutte -, sagt aber nichts. Am nachsten Morgen, als die Bruder fort waren, kocht sie eine Suppe aus Fleischbrocken, Beeren und Krautern. Danach setzt sie sich ans Feuer und wartet. Schon bald hort sie schwere, stampfende Schritte. Der Erdboden zittert und die Huttenwande beben ...