Warum benimmt sich Justus' Onkel Perceval so seltsam? Die drei Detektive kommen nicht nur einem Familiengeheimnis, sondern auch einem millionenschweren Fall auf die Spur.
Warum benimmt sich Justus' Onkel Perceval so seltsam? Die drei Detektive kommen nicht nur einem Familiengeheimnis, sondern auch einem millionenschweren Fall auf die Spur.
Leseprobe
Schmerzen
Die Dunkelheit war erdrückend. Peters Herz raste, sein Magen protestierte. Mit schmerzenden Händen und pochendem linken Handgelenk krümmte sich der Zweite Detektiv auf dem Boden. Er würgte, doch der Magen beruhigte sich wieder- ganz im Gegenteil zu seinem Atem. Das Blut rauschte in Peters Ohren und überlagerte alle anderen Geräusche. Er konnte sich kaum auf seine Umgebung konzentrieren. War da ein Schaben und Rascheln? Oder bildete er sich das nur ein? Jetzt klang es, als ob kleine Kieselsteinchen wegrollten. Er musste so rasch wie möglich zum Ausgang klettern!
Doch dafür brauchte er Licht. Peter wagte nicht, sich zu bewegen. Die Lampe lag irgendwo in dieser schrecklichen Dunkelheit. Wo dieses Ding ... Weiter wollte Peter nicht denken. Eine innere Stimme schlug ihm vor, sich einfach auf den Boden zu kauern und auf Hilfe zu warten. Am besten mit zugehaltenen Ohren und fest verschlossenen Augen. Doch es half alles nichts: Wenn Peter jemals wieder ans Tageslicht gelangen wollte, musste er etwas tun. Langsam kroch er in die Richtung, in der er die Lampe vermutete. Hoffentlich funktionierte sie überhaupt noch. Peter hatte das Gefühl, kaum Luft zu kriegen. Allein bei dem Gedanken an die Gestalt schnürte sich seine Kehle zu. Was hatte er da nur gesehen? Immer wieder tauchte vor seinem inneren Auge dieser Körper auf, regungslos, wie eingefroren.
Mit den Fingern der gesunden Hand tastete er über den Boden. Nach einer gefühlten Ewigkeit fanden sie das kühle Metall der Lampe. Peter erfühlte den Schalter und drückte darauf. Nichts passierte. Er schüttelte die Lampe vorsichtig. Vielleicht hatte sich das Batteriefach geöffnet? Peter konnte kaum arbeiten, da seine Hände so zitterten. Außerdem wurde der Schmerz im Handgelenk mit jeder Sekunde schlimmer. Er wollte schon aufgeben, als ein matter Schein aufflackerte. Die Lampe funktionierte wieder. Zumindest so weit, dass Peter seine nähere Umgebung erkennen konnte.
Der Zweite Detektiv zählte still bis drei, dann richtete er den schwachen Strahl auf die Felsspalte. Er machte sich auf alles gefasst. Aber da war nichts. Er sah nur raue Steinwände, schwarze Schatten und dunkle Flecken auf dem Boden. Peter blinzelte. War das etwa Blut? Er atmete tief durch. Vermutlich ging seine Fantasie mit ihm durch. Erst eine leblose Gestalt, die sich in Luft auflöste, und dann Blutflecken! Nein, er musste wie Justus Jonas denken und es nüchtern und wissenschaftlich angehen. Vermutlich waren das nur irgendwelche Pfützen, die sich durch Mineralien, Schlamm oder Algen dunkelrot gefärbt hatten.
Dieser Gedanke half Peter. Er richtete sich auf und atmete tief ein. Justus würde jetzt den Höhlenraum gründlich untersuchen und dabei einen Vortrag über Gesteine, Metalle und Wasser halten. Dabei würden Begriffe wie Erosion , Sedimentation und Korrosion fallen. Oder so ähnlich. Aber der Zweite Detektiv wollte nur eins: raus an die frische Luft!
Der Rückweg dauerte viel länger als der Hinweg. Der Ausgang lag nur wenige Meter über ihm, aber er musste eine schräge Felswand hochklettern, was mit den aufgeschürften Händen mühsam war und sehr wehtat. Endlich erreichte er den schmalen Gang und sah dem Sonnenlicht entgegen. Er beschleunigte und hielt erst inne, als er draußen mitten auf dem Plateau stand. Das Gewitter war erstaunlich schnell weitergezogen. Nicht einen einzigen Tropfen Regen hatte es gebracht und die Spannung lag noch immer in der Luft. Einen Moment lang schloss Peter die Augen und sammelte sich. "Da war nichts", sagte er laut. Doch seine Stimme klang heiser und fremd. Mit wackeligen Schritten machte er sich auf den Weg zum Rastplatz. Den linken Arm hielt er fest an seinen Oberkörper gedrückt - er wusste, dass sein Handgelenk dringend einen Arzt brauchte.
Justus fand es schwierig, beharrlich zu bleiben und trotzdem gleichmütig zu wirken. "Ich denke ...", sagte er gedehnt, "... es ist sinnvoll, wenn ich Perceval Abernathy ein
Warum benimmt sich Justus' Onkel Perceval so seltsam? Die drei Detektive kommen nicht nur einem Familiengeheimnis, sondern auch einem millionenschweren Fall auf die Spur.
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Schmerzen
Die Dunkelheit war erdrückend. Peters Herz raste, sein Magen protestierte. Mit schmerzenden Händen und pochendem linken Handgelenk krümmte sich der Zweite Detektiv auf dem Boden. Er würgte, doch der Magen beruhigte sich wieder- ganz im Gegenteil zu seinem Atem. Das Blut rauschte in Peters Ohren und überlagerte alle anderen Geräusche. Er konnte sich kaum auf seine Umgebung konzentrieren. War da ein Schaben und Rascheln? Oder bildete er sich das nur ein? Jetzt klang es, als ob kleine Kieselsteinchen wegrollten. Er musste so rasch wie möglich zum Ausgang klettern!
Doch dafür brauchte er Licht. Peter wagte nicht, sich zu bewegen. Die Lampe lag irgendwo in dieser schrecklichen Dunkelheit. Wo dieses Ding ... Weiter wollte Peter nicht denken. Eine innere Stimme schlug ihm vor, sich einfach auf den Boden zu kauern und auf Hilfe zu warten. Am besten mit zugehaltenen Ohren und fest verschlossenen Augen. Doch es half alles nichts: Wenn Peter jemals wieder ans Tageslicht gelangen wollte, musste er etwas tun. Langsam kroch er in die Richtung, in der er die Lampe vermutete. Hoffentlich funktionierte sie überhaupt noch. Peter hatte das Gefühl, kaum Luft zu kriegen. Allein bei dem Gedanken an die Gestalt schnürte sich seine Kehle zu. Was hatte er da nur gesehen? Immer wieder tauchte vor seinem inneren Auge dieser Körper auf, regungslos, wie eingefroren.
Mit den Fingern der gesunden Hand tastete er über den Boden. Nach einer gefühlten Ewigkeit fanden sie das kühle Metall der Lampe. Peter erfühlte den Schalter und drückte darauf. Nichts passierte. Er schüttelte die Lampe vorsichtig. Vielleicht hatte sich das Batteriefach geöffnet? Peter konnte kaum arbeiten, da seine Hände so zitterten. Außerdem wurde der Schmerz im Handgelenk mit jeder Sekunde schlimmer. Er wollte schon aufgeben, als ein matter Schein aufflackerte. Die Lampe funktionierte wieder. Zumindest so weit, dass Peter seine nähere Umgebung erkennen konnte.
Der Zweite Detektiv zählte still bis drei, dann richtete er den schwachen Strahl auf die Felsspalte. Er machte sich auf alles gefasst. Aber da war nichts. Er sah nur raue Steinwände, schwarze Schatten und dunkle Flecken auf dem Boden. Peter blinzelte. War das etwa Blut? Er atmete tief durch. Vermutlich ging seine Fantasie mit ihm durch. Erst eine leblose Gestalt, die sich in Luft auflöste, und dann Blutflecken! Nein, er musste wie Justus Jonas denken und es nüchtern und wissenschaftlich angehen. Vermutlich waren das nur irgendwelche Pfützen, die sich durch Mineralien, Schlamm oder Algen dunkelrot gefärbt hatten.
Dieser Gedanke half Peter. Er richtete sich auf und atmete tief ein. Justus würde jetzt den Höhlenraum gründlich untersuchen und dabei einen Vortrag über Gesteine, Metalle und Wasser halten. Dabei würden Begriffe wie Erosion , Sedimentation und Korrosion fallen. Oder so ähnlich. Aber der Zweite Detektiv wollte nur eins: raus an die frische Luft!
Der Rückweg dauerte viel länger als der Hinweg. Der Ausgang lag nur wenige Meter über ihm, aber er musste eine schräge Felswand hochklettern, was mit den aufgeschürften Händen mühsam war und sehr wehtat. Endlich erreichte er den schmalen Gang und sah dem Sonnenlicht entgegen. Er beschleunigte und hielt erst inne, als er draußen mitten auf dem Plateau stand. Das Gewitter war erstaunlich schnell weitergezogen. Nicht einen einzigen Tropfen Regen hatte es gebracht und die Spannung lag noch immer in der Luft. Einen Moment lang schloss Peter die Augen und sammelte sich. "Da war nichts", sagte er laut. Doch seine Stimme klang heiser und fremd. Mit wackeligen Schritten machte er sich auf den Weg zum Rastplatz. Den linken Arm hielt er fest an seinen Oberkörper gedrückt - er wusste, dass sein Handgelenk dringend einen Arzt brauchte.
Justus fand es schwierig, beharrlich zu bleiben und trotzdem gleichmütig zu wirken. "Ich denke ...", sagte er gedehnt, "... es ist sinnvoll, wenn ich Perceval Abernathy ein
Titel
Die drei ??? Kelch des Schicksals (drei Fragezeichen)
Autor
Illustrator
EAN
9783440157992
Format
E-Book (epub)
Altersempfehlung
10 bis 13 Jahre
Hersteller
Herausgeber
Genre
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.44 MB
Anzahl Seiten
144
Features
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
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