Karin Bucha ist eine der erfolgreichsten Volksschriftstellerinnen überhaupt und hat sich mit ihren ergreifenden, handlungsmäßig oft dramatischen Schicksalsromanen in die Herzen von Millionen LeserInnen geschrieben. Als echte Entdeckung des Martin Kelter Verlags und der Verlegerfamilie Melchert, die schon sehr früh ihre Verlagsrechte erwarb, gelang Karin Bucha rasch der Durchbruch, und seitdem ist dieser Name vom Romanmarkt gar nicht mehr wegzudenken. Immer wählte Karin Bucha Themen von Liebe, Leid und Glück. Dabei stand für diese großartige Schriftstellerin die Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach Fürsorge, Kinderglück und Mutterliebe stets im Mittelpunkt. Karin Bucha hat alle Höhen und Tiefen des Lebens erfahren und dies in ihren gefühlvollen Romanen eindrucksvoll zur Geltung gebracht. Kaum eine Schriftstellerin vermag so eindringlich wie sie zu schildern, wie eine Frau liebt, wie sie denkt und fühlt und was sie wirklich glücklich macht. Die faszinierenden Romane von Karin Bucha sind ein Spiegelbild der liebenden Frau. Eine Lesergeneration nach der anderen läßt sich auch nach ihrem Tod in den Bann dieser großen Schriftstellerin ziehen. Ihre Wirkung ist zeitlos. Martin Kelter Verlag, Hamburg
Autorentext
Karin Bucha ist eine der erfolgreichsten Volksschriftstellerinnen überhaupt und hat sich mit ihren ergreifenden, handlungsmäßig oft dramatischen Schicksalsromanen in die Herzen von Millionen LeserInnen geschrieben. Als echte Entdeckung des Martin Kelter Verlags und der Verlegerfamilie Melchert, die schon sehr früh ihre Verlagsrechte erwarb, gelang Karin Bucha rasch der Durchbruch, und seitdem ist dieser Name vom Romanmarkt gar nicht mehr wegzudenken.Immer wählte Karin Bucha Themen von Liebe, Leid und Glück. Dabei stand für diese großartige Schriftstellerin die Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach Fürsorge, Kinderglück und Mutterliebe stets im Mittelpunkt. Karin Bucha hat alle Höhen und Tiefen des Lebens erfahren und dies in ihren gefühlvollen Romanen eindrucksvoll zur Geltung gebracht. Kaum eine Schriftstellerin vermag so eindringlich wie sie zu schildern, wie eine Frau liebt, wie sie denkt und fühlt und was sie wirklich glücklich macht. Die faszinierenden Romane von Karin Bucha sind ein Spiegelbild der liebenden Frau.Eine Lesergeneration nach der anderen läßt sich auch nach ihrem Tod in den Bann dieser großen Schriftstellerin ziehen. Ihre Wirkung ist zeitlos.Martin Kelter Verlag, Hamburg
Leseprobe
»Professor Martens bitte nach OP 1!«
In kurzen Abständen wird die Durchsage wiederholt.
»Professor Martens bitte nach OP 1!«
Martens hebt den Kopf von seiner Arbeit. Soeben hat er noch etwas Müdigkeit bei der Abfassung des Berichtes für die Fachzeitschrift »Der Arzt« gespürt.
Er schiebt die Arbeit von sich und eilt davon. Nichts mehr vor Müdigkeit spürt er. Er wird gebraucht. Irgendein Mensch braucht seine ärztliche Hilfe.
Im Vorraum zum Operationssaal findet er seinen Oberarzt Dr. Lenz, den Narkosearzt und Assistenzarzt Dr. Berthold beim Händewaschen.
Er stellt sich neben sie an das freie Becken und läßt das Wasser über seine Hände laufen. Dabei erkundigt er sich:
»Ein Unfall?«
»Ein Unfall, ja. Irgendein Idiot hat ein junges Mädchen angefahren. Ich vermute Milzverletzung. Operation eilt jedenfalls. Bluttransfusion habe ich bereits angeordnet.«
»Sehr gut, danke«, erwidert der Professor in seiner knappen Art, an die sich seine Mitarbeiter längst gewöhnt haben. Sie alle bewundern ihn restlos, sein Können, sein unermüdliches Ringen um jedes Menschenleben, das ihm anvertraut wurde.
Wenig später steht jeder an seinem Platz.
Und dann operiert der Professor. Kaum ein Laut außer dem leisen Klirren der zurückgelegten Instrumente und den knapp gegebenen Befehlen ist hörbar in dem grüngekachelten weiten Raum, der mit allen Neuerungen ausgestattet ist.
Der Oberarzt und die Operationsschwester haben wieder einmal Gelegenheit, die souveräne Ruhe des Professors zu bewundern. Sie überträgt sich auf den gesamten Mitarbeiterstab. Professor Martens operiert schnell und sicher.
Manchmal trifft ein schneller Blick den Narkosearzt, und dieser nickte beruhigend.
Keiner blickt auf die elektrische Uhr. Sie stehen ganz im Bann der meisterhaft geführten Operation. Sie erwachen erst daraus, als sie das erlösende: »Fertig!« hören.
In diesem Augenblick zieht Dr. Lenz das Tuch vom Gesicht der Verunglückten. Während ihm Schwester Karla das Mundtuch und den Kittel abnimmt, hat er Zeit, in das süße Mädchengesicht zu blicken. Über einer hohen, klugen Stirn bauschen sich tiefschwarze kurze Locken. Etwas rührend Hilfloses liegt über der stillen Gestalt.
Nachdenklich kehrt er in den Waschraum zurück. Auch die anderen Ärzte folgen ihm nach und nach, während die Oberschwester mit Schwester Karlas Hilfe die Operierte aus dem Operationssaal schiebt.
Wie alle Frischoperierten fahren sie das junge Mädchen in das für diese Zwecke bereitstehende Einzelzimmer.
Indessen fragt der Professor seinen Oberarzt:
»Wissen Sie den Namen der Verunglückten? Sind Angehörige zu verständigen?«
»Bisher war dazu noch keine Zeit, Herr Professor. Es ging um das Leben der Unbekannten. Aber selbstverständlich erkundige ich mich sofort.«
»Tun Sie das«, fordert der Professor ihn auf. »Ich gehe zu der Operierten. Falls Sie mich brauchen...«
Damit verschwindet der Professor, und der Oberarzt eilt in die Aufnahme, wo das Eigentum des junge Mädchens abgegeben wurde.
Bei Professor Martens' Eintreten erhebt sich Schwester Karla sofort.
»Wie steht es?«
»Alles normal, Herr Professor.«
Er winkt ab. »Danke. Sie haben Nachtdienst?« Und als sie bejaht, setzt er hinzu: »Sollte ich Sie benötigen, klingle ich.«
»Jawohl, Herr Professor.«
Sie neigt sich zum Nachttisch, um etwas zurechtzurücken, dabei hört sie es in ihrer Tasche rascheln. Leichenblaß fährt sie empor und lehnt sich gegen die Wand.
»Herr Professor«, stammelt sie mit versagender Stimme. »Ich - ich - mir ist etwas Schreckliches passiert.« Sie reicht ihm ein Telegramm, das sie nun schon seit Stunden in ihrer Tasche trägt.
»Was gibt es?« Mit seinem durchdringenden Blick sieht er die Schwester an, so daß sich ihr Mund hilflos öffnet und schließt. »Nun reden Sie schon.«
»Hier - dieses Telegramm - an Sie.« Hier versagt ihr die