Was genau ist Misogynie? Worin besteht der Unterschied zum Sexismus? Und wieso bleibt sie bestehen, wenn sexistische Geschlechterrollen im Schwinden begriffen sind? Kate Manne zeigt in ihrem viel diskutierten Buch, wie Misogynie in der Politik und im öffentlichen Leben verankert ist. Sie entwickelt ein Verständnis, das Misogynie als den Versuch auffasst, eine Unterscheidung zu treffen zwischen den »schlechten« Frauen, die die männliche Vorherrschaft angreifen, und den »guten«, die den Männern die aus ihrer Sicht zustehende Anerkennung und Fürsorge zukommen lassen. Die »guten« Frauen werden geduldet, wohingegen die »schlechten« kontrolliert, unterworfen und zum Schweigen gebracht werden müssen.
Autorentext
Kate Manne ist Associate Professor of Philosophy an der Cornell University, außerdem schreibt sie u. a. für die New York Times, die Washington Post, den Guardian und Time. Ihr Buch Größe zeigen. Wie wir Fettfeindlichkeit bekämpfen können war ein Finalist des National Book Award 2024 und wurde vom New Yorker zu einem der besten Bücher des Jahres 2024 gekürt.
Klappentext
Ausgezeichnet mit dem Prose Award 2019 für das beste geisteswissenschaftliche Buch
Was genau ist Misogynie? Worin besteht der Unterschied zum Sexismus? Und wieso bleibt Misogynie bestehen oder verstärkt sich sogar, wenn sexistische Geschlechterrollen im Schwinden begriffen sind? Die Philosophin Kate Manne zeigt in ihrem international viel diskutierten Buch, wie Misogynie in der Politik und im öffentlichen Leben verankert ist. Sie entwickelt ein Verständnis, das nicht vom Hass einzelner Männer auf Frauen ausgeht, sondern Misogynie als den Versuch versteht, eine Unterscheidung zu treffen zwischen den »schlechten« Frauen, die die männliche Vorherrschaft angreifen, und den »guten«, die den Männern die aus ihrer Sicht natürlich zustehende Anerkennung und Fürsorge zukommen lassen.
Manne veranschaulicht dies etwa an Elliot Rodgers Amoklauf von Isla Vista, der Wutrede des amerikanischen Radiomoderators Rush Limbaugh gegen die Frauenrechtlerin Sandra Fluke oder am Verlauf des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs. Die »guten« Frauen werden geduldet, wohingegen die »schlechten« kontrolliert, unterworfen und zum Schweigen gebracht werden müssen. Das ist die Struktur der Misogynie. Ein höchst aktuelles und bestechend klar analysierendes Buch.