Studentische Proteste haben vielfältige Ursachen: hochschulpolitische Problemstellungen, universitäre Reformpläne oder Verschlechterung der finanziellen Situation. In Deutschland löste die Einführung von Studiengebühren vor allem in den Jahren 2005 und 2006 Protestaktionen aus. Dennoch sind deutsche Studenten in ihrem Protestverhalten vergleichsweise zurückhaltend: In Frankreich sind die Streiks der Studenten konsequent, geschlossen und traditionsreich. Diese Studie vergleicht die Studentenproteste aus dem Jahr 2006 miteinander. Gegenstand des Vergleichs ist der Protest der deutschen Studenten gegen die Einführung von Studiengebühren und der Protest französischer Studenten gegen den "Contrat première embauche", der die Abschaffung des Kündigungsschutzes in den ersten beiden Arbeitsjahren vorsah. Anhand mehrerer Faktoren untersucht die Autorin, warum zwischen den Protesten französischer und deutscher Studenten solch erhebliche Unterschiede herrschen. Welche Rolle spielt die politische Partizipation? Inwiefern prägen Massenuniversitäten und drohende Arbeitslosigkeit das Verhalten der Studenten? Welchen Einfluss nehmen veränderte Wertorientierungen auf die Protestneigung? Abschließend setzt sich die Autorin mit der Frage auseinander, ob französische Zustände an deutschen Universitäten möglich seien.



Autorentext

Katharina Kipp, M.A., wurde 1983 in Leverkusen geboren. Im Rahmen ihres Bachelorstudiums an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf studierte sie ein Semester an der Karls-Universität in Prag. Ihr Masterstudium "European Studies" an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg schloss die Autorin im Jahr 2008 erfolgreich ab. Zuvor verbrachte sie ein zweites Auslandssemester an der Université de Picardie Jules Verne, Amiens. Bereits während ihres Studiums sammelte Katharina Kipp umfassende praktischer Erfahrungen in der Medien-Branche und ist heute im PR-Bereich tätig. Während ihres Auslandssemesters in Amiens erlebte die Autorin die Proteste der dortigen Studenten hautnah mit. Beeindruckt von der Geschlossenheit dieser Proteste, beschäftigte sich die Autorin mit der französischen Streikkultur. Die zu dieser Zeit aktuellen Proteste deutscher Studenten gegen Studiengebühren veranlassten Katharina Kipp die Studentenproteste in Frankreich und Deutschland zu vergleichen.



Zusammenfassung
Studentische Proteste haben vielfaltige Ursachen: hochschulpolitische Problemstellungen, universitare Reformplane oder Verschlechterung der finanziellen Situation. In Deutschland loste die Einfuhrung von Studiengebuhren vor allem in den Jahren 2005 und 2006 Protestaktionen aus. Dennoch sind deutsche Studenten in ihrem Protestverhalten vergleichsweise zuruckhaltend: In Frankreich sind die Streiks der Studenten konsequent, geschlossen und traditionsreich. Diese Studie vergleicht die Studentenproteste aus dem Jahr 2006 miteinander. Gegenstand des Vergleichs ist der Protest der deutschen Studenten gegen die Einfhrung von Studiengebhren und der Protest franzsischer Studenten gegen den "e;Contrat premire embauche"e;, der die Abschaffung des Kndigungsschutzes in den ersten beiden Arbeitsjahren vorsah. Anhand mehrerer Faktoren untersucht die Autorin, warum zwischen den Protesten franzsischer und deutscher Studenten solch erhebliche Unterschiede herrschen. Welche Rolle spielt die politische Partizipation? Inwiefern prgen Massenuniversitten und drohende Arbeitslosigkeit das Verhalten der Studenten? Welchen Einfluss nehmen vernderte Wertorientierungen auf die Protestneigung? Abschlieend setzt sich die Autorin mit der Frage auseinander, ob franzsische Zustnde an deutschen Universitten mglich seien.
Titel
Studentenproteste in Deutschland und Frankreich: Studiengebühren und "Contrat première embauche"
EAN
9783842800076
Format
E-Book (pdf)
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
0.34 MB
Anzahl Seiten
80