Bisher existieren nur wenige Forschungsbeiträge über die sexuellen Bedürfnisse und deren Umsetzungsmöglichkeiten in Altenheimen. Die Thematik der Sexualität im Alter wird entweder tabuisiert oder ignoriert. Aus diesem Grund entstand das Interesse, eine Studie durchzuführen. Im Rahmen dieser Studie wurde mit 20 Fachkräften ein narratives Interview zu den sexuellen Bedürfnissen der Altenheimbewohner durchgeführt. Das am häufigsten genannte Bedürfnis der Bewohner besteht im Austausch von Zärtlichkeiten. Dieses nonverbale Verhalten stellt besonders für Demenzkranke die höchste Priorität dar. Das Interesse am Geschlechtsverkehr bleibt unabhängig von Alter und Multimorbidität bestehen, rückt aber mehr und mehr in den Hintergrund. Als ein weiteres großes Bedürfnis hat sich der sexuelle Kontakt zu weiblichen Pflegekräften herausgestellt. Insbesondere Demenzkranke zeigen sich diesbezüglich enthemmt. Die Ausgangsfrage, ob sexuelle Bedürfnisse im Alter bzw. im Altenheim existieren, wird in diesem Buch nicht nur durch die Ausführungen der Probanden, sondern auch durch die Ergebnisse der Literaturrecherche gegeben.
Autorentext
Katharina Sieren wurde 1984 in Hannover geboren. Ihr Studium der Gerontologie an der Universität Vechta schloss die Autorin im Jahre 2010 mit einem Diplom ab. Während des Studiums sammelte sie praktische Erfahrungen im Qualitätsmanagement eines Altenheims. In dieser Zeit wurde ein großes Interesse an der psychologischen Forschung im Bereich der Altenpflege geweckt. Aktuell arbeitet die Autorin an einer Dissertation, welche an die Forschungserkenntnisse aus der Diplomarbeit anknüpft.
Zusammenfassung
Bisher existieren nur wenige Forschungsbeitrage uber die sexuellen Bedurfnisse und deren Umsetzungsmoglichkeiten in Altenheimen. Die Thematik der Sexualitat im Alter wird entweder tabuisiert oder ignoriert. Aus diesem Grund entstand das Interesse, eine Studie durchzufhren. Im Rahmen dieser Studie wurde mit 20 Fachkrften ein narratives Interview zu den sexuellen Bedrfnissen der Altenheimbewohner durchgefhrt. Das am hufigsten genannte Bedrfnis der Bewohner besteht im Austausch von Zrtlichkeiten. Dieses nonverbale Verhalten stellt besonders fr Demenzkranke die hchste Prioritt dar. Das Interesse am Geschlechtsverkehr bleibt unabhngig von Alter und Multimorbiditt bestehen, rckt aber mehr und mehr in den Hintergrund. Als ein weiteres groes Bedrfnis hat sich der sexuelle Kontakt zu weiblichen Pflegekrften herausgestellt. Insbesondere Demenzkranke zeigen sich diesbezglich enthemmt. Die Ausgangsfrage, ob sexuelle Bedrfnisse im Alter bzw. im Altenheim existieren, wird in diesem Buch nicht nur durch die Ausfhrungen der Probanden, sondern auch durch die Ergebnisse der Literaturrecherche gegeben.