Die Frage, was die Gesellschaft in ihrem Innersten zusammenhält, scheint auf besonders empfindsame Weise den Nerv der Gegenwart zu treffen. Das gilt offenbar umso mehr für all jene gesellschaftstheoretischen Beschreibungen, die im Modus des Krisenhaften ebenso Kritik am Verlust von Solidarischem üben wie sie an eine Rekonstruktion derselben jenseits alter Formen appellieren, um daran einen epochalen Wandel beispielloser Art zu diagnostizieren. Die vorliegende Untersuchung bricht mit einem derartigen Verständnis und geht davon aus, dass die Frage nach dem Zusammenhalt der Gesellschaft selbst eine ganz spezifisch moderne Beschreibungspraxis darstellt. Anhand einer sozialtheoretischen Aufarbeitung von klassischen Ansätzen einerseits und soziologischen Positionen der Gegenwart andererseits versucht die Studie zu zeigen, dass das, was bislang Lösung war, nun zum eigentlichen Problem geworden ist.

Zur Konstruktion und Rekonstruktion von Kollektivität in einer globalisierten Welt

Vorwort
Zur Konstruktion und Rekonstruktion von Kollektivität in einer globalisierten Welt

Autorentext
Katja Jung hat an der Ludwig-Maximilians-Universität in München promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Politische Soziologie, Wissenssoziologie und Soziologische Theorie.

Inhalt
Zur Genese des modernen Volksbegriffs.- Das Volk in Zeiten der Globalisierung.- Die Perspektive von Materialismus und historischer Schule.- Die Perspektive des soziologischen Positivismus'.- Die Perspektive von Strukturfunktionalismus und Systemtheorie.- Zur Rekonstruktion von Kollektivität in einer globalisierten Welt.
Titel
Volk - Staat - (Welt-)Gesellschaft
Untertitel
Zur Konstruktion und Rekonstruktion von Kollektivität in einer globalisierten Welt
EAN
9783531922256
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
10.01.2010
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.46 MB
Anzahl Seiten
309
Lesemotiv