Die zeitweise in erbittertem Duktus geführte Diskussion über Integration oder Multikulti versus Leitkultur ist von der politischen Agenda entschwunden die Betroffenen sind allerdings weiterhin anwesend in Deutschland. In seiner Studie richtet der Autor auf Grundlage theoretischer Überlegungen wie auch bemerkenswerter Interviewsequenzen den Fokus auf eine Entwicklung, die von der Gesellschaft oft nicht wahrgenommen wird: junge, türkischsprachige Migranten fühlen sich nicht als Teil dieser Gesellschaft und ziehen entscheidende politische Schlussfolgerungen. Als praktische Konsequenz entsteht ein rechts-nationalistisches Potenzial, das bereits nach Ausdruck sucht. Von dieser Entwicklung im politischen Bewusstsein junger Menschen unter unser aller Augen sollte man wissen.

Autorentext

Kemal Bozay ist ein deutscher Politik-, Erziehungs- und Sozialwissenschaftler. Seine Promotion erfolgte bei Christoph Butterwegge in Köln. Kemal Bozay ist Vertretungsprofessor am Institut für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Dortmund und zugleich Lehrbeauftragter am Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften (Humanwissenschaftliche Fakultät) der Universität zu Köln.



Klappentext

Die zeitweise in erbittertem Duktus geführte Diskussion über "Integration" oder "Multikulti" versus "Leitkultur" ist von der politischen Agenda entschwunden - die Betroffenen sind allerdings weiterhin anwesend in Deutschland. In seiner Studie richtet der Autor auf Grundlage theoretischer Überlegungen wie auch bemerkenswerter Interviewsequenzen den Fokus auf eine Entwicklung, die von der Gesellschaft oft nicht wahrgenommen wird: junge, türkischsprachige Migranten fühlen sich nicht als Teil dieser Gesellschaft und ziehen entscheidende politische Schlussfolgerungen. Als praktische Konsequenz entsteht ein rechts-nationalistisches Potenzial, das bereits nach Ausdruck sucht. Von dieser Entwicklung im politischen Bewusstsein junger Menschen - unter unser aller Augen - sollte man wissen.



Zusammenfassung
Die zeitweise in erbittertem Duktus gefuhrte Diskussion uber "e;Integration"e; oder "e;Multikulti"e; versus "e;Leitkultur"e; ist von der politischen Agenda entschwunden - die Betroffenen sind allerdings weiterhin anwesend in Deutschland. In seiner Studie richtet der Autor auf Grundlage theoretischer Uberlegungen wie auch bemerkenswerter Interviewsequenzen den Fokus auf eine Entwicklung, die von der Gesellschaft oft nicht wahrgenommen wird: junge, turkischsprachige Migranten fuhlen sich nicht als Teil dieser Gesellschaft und ziehen entscheidende politische Schlussfolgerungen. Als praktische Konsequenz entsteht ein rechts-nationalistisches Potenzial, das bereits nach Ausdruck sucht. Von dieser Entwicklung im politischen Bewusstsein junger Menschen - unter unser aller Augen - sollte man wissen.

Inhalt
1. Ausgangslage und Forschungsstand: Überlegungen zur Aktualität des Themas 2. Globalisierung und Nationalismus: Begriffe und Diskussionen 3. Nation, Nationalismus und nationale Identität: Wissenschaftliche Diskussionen 4. Ethnizität im Kontext von Migration, Nationalismus und Globalisierung 5. Historische und politische Aspekte des türkischen Nationalismus 6. Rechtsextreme türkische Organisationsstrukturen und ihre Vernetzung in der Bundesrepublik Deutschland 7. Forschungsstand zu Migrantenjugendlichen im Rahmen der Jugendforschung 8. Ethnisch-nationalistische Orientierungen bei türkischen Jugendlichen - Methodischer Zugang 9. Empirische Ergebnisse 10. Diskussion der Ergebnisse und praktische Konsequenzen
Titel
"...ich bin stolz, Türke zu sein!"
Untertitel
Ethnisierung gesellschaftlicher Konflikte im Zeichen der Globalisierung
EAN
9783734400452
Format
E-Book (pdf)
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
3.81 MB
Anzahl Seiten
392