Adlerkralle ist ein Indianerjunge vom Volk der Menominee und lebt mitten im Wald an den Großen Seen. Zusammen mit seinen Freunden geht er zur Jagd und zum Fischfang und findet dabei einen kleinen Wolf. Adlerkralle beschließt, den Wolf aufzuziehen und muss feststellen, dass das ganz schön anstrengend ist. Zudem ärgert ihn ein größerer Junge, sodass er einen Streich ausheckt, um diesem Angst einzujagen. Aber das ist keine gute Idee Eine spannende Geschichte über das Leben eines Waldland-Indianerjungen.
Autorentext
Kerstin Groeper, Jahrgang 1961 in Berlin geboren, lebte einige Zeit in Kanada. In Kontakt mit nordamerikanischen Indigenen entdeckte sie ihre Liebe zu deren Kultur. Kerstin Groeper spricht Lakota, die Sprache der Teton-Sioux, und führt regelmäßig Vorträge und Seminare über Sprache, Kultur und Spiritualität der Lakota durch. 2011 war sie Beraterin der Ausstellung Indianer im Lokschuppen Rosenheim. Kerstin Groeper studierte Sozialpädagogik, arbeitete als Journalistin für verschiedene Zeitschriften und schreibt seit 2002 ihre Bücher für verschiedene Verlage. Von 2009 bis 2023 war sie Moderatorin der Karl May Festtage in Radebeul für die indigenen Gäste. Inzwischen widmet sie sich ganz ihren Enkelkindern oder schreibt in ihrem Lieblingsort Siena ihre Bücher.
Leseprobe
... Die Jungen stellten sich auf einige Felsen, die im Wasser herausragten, und warteten auf die Beute. Wenn die Fische stromabwärts schwammen, bemerkten sie die Jungen nicht, weil sich das Wasser vor den Felsen kräuselte. Die Fische gründelten hinter den Felsen und konnten so leicht aufgespießt werden. Auf diese Weise hatten die Jungen nach einer Weile an die zehn Forellen aus dem Wasser geholt. Das würde leicht für ein gutes Essen reichen! Sie spießten die Forellen auf einen langen Stock auf, um ihn zu zweit ins Dorf zu tragen. Die Fische waren wirklich schwer! Der dritte Junge sollte die Waffen tragen und den Rückweg sichern. Es konnte immer wieder passieren, dass ein wildes Tier auftauchte und sie sich verteidigen mussten. Die Wälder steckten voller Bären und Pumas. So ein Fisch würde auch einem Bären schmecken! Adlerkralle und Weißer-Wolf arbeiteten vor sich hin, als sie von einem Hilferuf aufgeschreckt wurden. Es war Stehender-Bär, der im Wasser stand und an seinem Speer zerrte, der tief im Rücken eines riesigen Störs steckte. Helft mir!, schrie der Junge verzweifelt. Der Stör, der größer als ein ausgewachsener Mann war, wand sich wie ein riesiger Wurm und brachte dabei den Jungen aus dem Gleichgewicht. Lass los!, brüllte Adlerkralle voller Angst. Lass doch los! Mein Speer!, schrie Stehender-Bär. Wenn ich loslasse, ist mein Speer weg. Helft mir doch! Adlerkralle schüttelte entsetzt den Kopf. Sein Freund musste verrückt sein, gegen dieses Untier zu kämpfen. Es war viel zu gefährlich. Lass los!, wiederholte er seinen Befehl. Du bringst uns alle in Gefahr. Stehender-Bär sah kurz hoch, dann trat der Übermut in seine Augen. Er würde diesen Fang nicht aufgeben! Holt lieber eure Speere. Wenn wir ihn töten, können wir ihn ganz leicht aus dem Wasser ziehen! Weißer-Wolf folgte bereits dieser Anweisung und watete mit seinem Speer auf den riesigen Stör zu, der mit seinen Bewegungen den Grund des Flusses aufwirbelte. Der Junge geriet dabei in immer tieferes Gewässer. Die Strömung war hier stark und drohte ihn mitzureißen. Es wird zu tief!, warnte er seinen Freund. Stehender-Bär zerrte verzweifelt an dem Speer und versuchte, den viel zu schweren Fang wieder ins seichtere Wasser zu ziehen. Komm her!, schrie er lauthals. Er entwischt mir!
Autorentext
Kerstin Groeper, Jahrgang 1961 in Berlin geboren, lebte einige Zeit in Kanada. In Kontakt mit nordamerikanischen Indigenen entdeckte sie ihre Liebe zu deren Kultur. Kerstin Groeper spricht Lakota, die Sprache der Teton-Sioux, und führt regelmäßig Vorträge und Seminare über Sprache, Kultur und Spiritualität der Lakota durch. 2011 war sie Beraterin der Ausstellung Indianer im Lokschuppen Rosenheim. Kerstin Groeper studierte Sozialpädagogik, arbeitete als Journalistin für verschiedene Zeitschriften und schreibt seit 2002 ihre Bücher für verschiedene Verlage. Von 2009 bis 2023 war sie Moderatorin der Karl May Festtage in Radebeul für die indigenen Gäste. Inzwischen widmet sie sich ganz ihren Enkelkindern oder schreibt in ihrem Lieblingsort Siena ihre Bücher.
Leseprobe
... Die Jungen stellten sich auf einige Felsen, die im Wasser herausragten, und warteten auf die Beute. Wenn die Fische stromabwärts schwammen, bemerkten sie die Jungen nicht, weil sich das Wasser vor den Felsen kräuselte. Die Fische gründelten hinter den Felsen und konnten so leicht aufgespießt werden. Auf diese Weise hatten die Jungen nach einer Weile an die zehn Forellen aus dem Wasser geholt. Das würde leicht für ein gutes Essen reichen! Sie spießten die Forellen auf einen langen Stock auf, um ihn zu zweit ins Dorf zu tragen. Die Fische waren wirklich schwer! Der dritte Junge sollte die Waffen tragen und den Rückweg sichern. Es konnte immer wieder passieren, dass ein wildes Tier auftauchte und sie sich verteidigen mussten. Die Wälder steckten voller Bären und Pumas. So ein Fisch würde auch einem Bären schmecken! Adlerkralle und Weißer-Wolf arbeiteten vor sich hin, als sie von einem Hilferuf aufgeschreckt wurden. Es war Stehender-Bär, der im Wasser stand und an seinem Speer zerrte, der tief im Rücken eines riesigen Störs steckte. Helft mir!, schrie der Junge verzweifelt. Der Stör, der größer als ein ausgewachsener Mann war, wand sich wie ein riesiger Wurm und brachte dabei den Jungen aus dem Gleichgewicht. Lass los!, brüllte Adlerkralle voller Angst. Lass doch los! Mein Speer!, schrie Stehender-Bär. Wenn ich loslasse, ist mein Speer weg. Helft mir doch! Adlerkralle schüttelte entsetzt den Kopf. Sein Freund musste verrückt sein, gegen dieses Untier zu kämpfen. Es war viel zu gefährlich. Lass los!, wiederholte er seinen Befehl. Du bringst uns alle in Gefahr. Stehender-Bär sah kurz hoch, dann trat der Übermut in seine Augen. Er würde diesen Fang nicht aufgeben! Holt lieber eure Speere. Wenn wir ihn töten, können wir ihn ganz leicht aus dem Wasser ziehen! Weißer-Wolf folgte bereits dieser Anweisung und watete mit seinem Speer auf den riesigen Stör zu, der mit seinen Bewegungen den Grund des Flusses aufwirbelte. Der Junge geriet dabei in immer tieferes Gewässer. Die Strömung war hier stark und drohte ihn mitzureißen. Es wird zu tief!, warnte er seinen Freund. Stehender-Bär zerrte verzweifelt an dem Speer und versuchte, den viel zu schweren Fang wieder ins seichtere Wasser zu ziehen. Komm her!, schrie er lauthals. Er entwischt mir!
Titel
Adlerkralle
Untertitel
Ein Menominee-Junge und sein Wolf
Autor
Illustrator
Fotograf
EAN
9783948878320
Format
E-Book (epub)
Altersempfehlung
6 bis 12 Jahre
Hersteller
Genre
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
3.8 MB
Anzahl Seiten
160
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