Klaus Henning, Politologe, hat an der Universität Tübingen promoviert und ist assoziierter Wissenschaftler an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, wo er in einem Forschungsprojekt zur Europäisierung der Gewerkschaften aus den Staaten der Osterweiterung mitarbeitet.
Klaus Henning befasst sich mit der Geschichte und der Politik des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes (EMB) seit 1990. Der Verband war mit zuletzt 80 Mitgliedsorganisationen und fast 6 Millionen repräsentierten Arbeitnehmern der bedeutendste europäische Industriegewerkschaftsverband in der EU. Seine Aktivitäten haben sich gleichfalls im Zuge des europäischen Integrationsschubes der letzten Jahrzehnte in vielen Handlungsbereichen vervielfältigt und ausdifferenziert. Der Autor untersucht, ob diese Entwicklungen den Verband von einem europäischen Interessenverband bzw. einer Lobbyorganisation nationaler Gewerkschaften zu einer transnationalen Gewerkschaftsorganisation mit eigenen Kräften der Durchsetzung von Arbeitnehmerinteressen haben werden lassen.
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Autorentext
Klaus Henning, Politologe, hat an der Universität Tübingen promoviert und ist assoziierter Wissenschaftler an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, wo er in einem Forschungsprojekt zur Europäisierung der Gewerkschaften aus den Staaten der Osterweiterung mitarbeitet.
Inhalt
Historische Entwicklung und Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit der Metallgewerkschaften in Europa.- Organisationspolitik des EMB: Organisationsmächtige Handlungsvorraussetzungen?.- Sektorale Politik: Interessenvertretung gegenüber europäischen Institutionen.- Sozialer Dialog: Interessenvertretung gegenüber Arbeitgeberverbänden.- Tarifpolitik: Strategie der Koordinierung.- Unternehmenspolitik: Der EMB im Kampf um europäische Mitbestimmung.