»So erstaunlich, wie aus der Betrachtung der Primaten eine Selbstbefragung wird, die in die intimsten Sphären der eigenen Existenz vordringt.« Charlotte Gneuß Sie trauern und sie furzen, sie lachen und sie ärgern sich, sie wollen möglichst viel Lust und Geborgenheit und starren dann wieder vor sich hin: die Menschen nein, die Menschenaffen. Jahrelang hat die Lyrikerin Lara Rüter in einem Primatenforschungsinstitut gearbeitet. In ihrem Text erzählt sie radikal von den Affen und von sich selbst: von Lebensanfängen und vom Sterben, von Freiheitsdrang und Berührung. Im Alltag mit den Affen drängt sich immer wieder dieselbe Frage auf: Wie fühlt es sich an, ein Mensch zu sein? Schwebend vor Gedichtzitaten, Wissenschaftsfragen und Momenten am Gehege zeigt dieser bahnbrechende Essay, wie Schreiben die Welt verändert.

Autorentext
Lara Ruter wurde 1990 in Hannover geboren. Sie war Preisträgerin fur Lyrik beim 26. Open Mike, erhielt 2020 den Caroline-Schlegel-Förderpreis fur Essayistik, 2021 den Wolfgang-Weyrauch Förderpreis beim Literarischen März, 2022 ein Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und 2023 eine Residenz im Mare-Kunstlerhaus. Ihr Lyrikdebut »amoretten in netzen«, 2024 bei Wunderhorn erschienen, erhielt 2025 den Kranichsteiner Literaturförderpreis. Sie lebt in Leipzig.
Titel
Affenliebe
EAN
9783446287778
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Veröffentlichung
17.03.2026
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.78 MB
Anzahl Seiten
288
Lesemotiv