Wie treffen Kinder und Jugendliche Entscheidungen in einer Welt voller Unsicherheiten? Dieser Frage widmen sich Laura Martignon und Ulrich Hoffrage in ihrem Sachbuch zur Förderung von Risikokompetenz bei Heranwachsenden. Beide verfügen über Forschungserfahrung am Max-Planck-Institut und verbinden kognitionspsychologische Erkenntnisse mit pädagogischen Konzepten.
Im Zentrum steht ein vierstufiges Modell: Risiken erkennen, statistisch analysieren, Faktoren abwägen und eigenständig handeln. Statt auf Formeln zu setzen, nutzen die Autor*innen Werkzeuge wie Bildgitter, Doppelbäume und natürliche Häufigkeiten. So werden bedingte Wahrscheinlichkeiten bereits im Grundschulalter greifbar.
Das Buch behandelt zudem: Wie verzerren Medien und Algorithmen unsere Risikowahrnehmung? Welche Rolle spielen Geschlechtsunterschiede bei der Risikobereitschaft? Wie können Eltern und Lehrkräfte Heranwachsende im Umgang mit sozialen Medien, Cybermobbing und digitaler Überwachung begleiten? Gesellschaftsspiele werden als Lernräume vorgestellt, in denen Kinder strategisches Denken und Frustrationstoleranz entwickeln.
Das Buch richtet sich an Eltern, Pädagog*innen und Lehrkräfte, die Kindern Entscheidungsfähigkeit vermitteln möchten. Es verbindet wissenschaftliche Tiefe mit verständlicher Sprache und Unterrichtsideen ein Beitrag zur Bildung mündiger junger Menschen.
Klappentext
Risikokompetenz ist eine wichtige Grundlage von erfolgreicher Entscheidungsfindung. Kinder und Jugendliche sollten früh lernen, Risiken einzuschätzen und zu vergleichen. Doch wie nehmen sie Risiken wahr? Und mit welchen Instrumenten können Eltern und Lehrer die Risikokompetenz bei Kindern und Jugendlichen fördern?
Laura Martignon und Ulrich Hoffrage erörtern anhand konkreter Entscheidungssituationen, bei denen es beispielsweise gilt, Gewinn und Verlust von Ressourcen einzuschätzen, psychologische Aspekte der Risikowahrnehmung bei Kindern. Darauf aufbauend stellen die Autoren erprobte didaktische Ansätze sowie praktische und einfache Instrumente vor, die sich zur Förderung von Risikokompetenz als nützlich erwiesen haben und mit denen Eltern und Lehrpersonen das Risikoverständnis ihrer Kinder und Schüler verbessern können. Dazu wählen sie bewusst einen spielerischen Zugang, der gewährleistet, dass die Leserschaft auf praxiserprobte "Werkzeuge" zurückgreifen kann - wie zum Bespiel auf bekannte Brett- und Kartenspiele.
Das Verständnis von Risiko sowie Kompetenzen im Umgang damit können bereits ab dem 9. Lebensjahr gefördert werden. Dies hilft Kindern und Jugendlichen, sich bei Risikoabwägungen von Vorurteilen und Täuschungen freizuhalten. In diesem Buch stellen Laura Martignon und Ulrich Hoffrage den theoretischen Hintergrund und die praktischen Hilfsmittel für eine erfolgreiche Förderung der Risikokompetenz zur Verfügung.