Zwei Brüder, ein Dorf in Sachsen und eine Wut, die immer größer wird

Sie wachsen dort auf, wo Straßen und Träume längst Risse haben. Zwischen vollgestellten Küchen und stillen Abenden staut sich eine Wut, für die niemand Worte findet. Bis aus dem Schweigen eine gefährliche Kraft wird.

In einem Landstrich, in dem Betonplatten flirren und Frost die Straßen sprengt, erzählt dieser Roman von zwei Brüdern, die mit ihrer Umgebung langsam aus dem Gleichgewicht geraten. Der Hausbau der Eltern wirkt wie ein Versprechen auf ein anderes Leben, doch hinter den Bäumen lasten die alten Fabriken, unter den stillen Seen liegt mehr als nur Schlamm. Was als leises Unbehagen beginnt, wächst zu einer Wut, für die niemand Worte hat. Als Parolen, Aufmärsche und neue Gesichter im Ort auftauchen, kippt die Stimmung, und die Brüder treffen Entscheidungen, die sie für immer markieren. Diese Geschichte ist eine eindringliche Chronik des Zusammenbruchs einer Familie und eines ganzen Gefühls von Zugehörigkeit.

Mit großer Genauigkeit zeigt dieser Roman, wie aus stiller Enttäuschung offene Radikalisierung entsteht. Eine intensive Lektüre über Herkunft, Scham und den Wunsch nach Zugehörigkeit, die die Frage stellt, was eine Gesellschaft ihren Kindern schuldet.



Autorentext
Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Räckelwitz in Ostsachsen, lebt in Görlitz. 2012 wurde sein erster Text im "ZEIT Magazin" veröffentlicht, seitdem folgten Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien. 2017 war er Gewinner bei poet|bewegt. Für das Manuskript seines Romandebüts wurde er 2016 mit dem Retzhof-Preis für junge Literatur ausgezeichnet.

Klappentext

Zwei Brüder, ein Dorf in Ostsachsen und eine Wut, die immer größer wird Philipp und Tobias wachsen in der Provinz Sachsens auf. Im Sommer flirrt hier die Luft über den Betonplatten, im Winter bricht der Frost die Straßen auf. Der Hausbau der Eltern scheint der Aufbruch in ein neues Leben zu sein. Doch hinter den Bäumen liegen vergessen die industriellen Hinterlassenschaften der DDR, schimmert die Oberfläche der Tagebauseen, hinter der Gleichförmigkeit des Alltags schwelt die Angst vor dem Verlust der Heimat. Die Perspektivlosigkeit wird für Philipp und Tobias immer bedrohlicher. Als es zu Aufmärschen in Dresden kommt und auch ihr Heimatort Flüchtlinge aufnehmen soll, eskaliert die Situation. Während sich der eine Bruder in sich selbst zurückzieht, sucht der andere ein Ventil für seine Wut. Und findet es. Lukas Rietzschels Roman ist eine Chronik des Zusammenbruchs. Eine hochaktuelle literarische Auseinandersetzung mit unserem zerrissenen Land.



Zusammenfassung
Zwei Brüder, ein Dorf in Ostsachsen und eine Wut, die immer größer wirdPhilipp und Tobias wachsen in der Provinz Sachsens auf. Im Sommer flirrt hier die Luft über den Betonplatten, im Winter bricht der Frost die Straßen auf. Der Hausbau der Eltern scheint der Aufbruch in ein neues Leben zu sein. Doch hinter den Bäumen liegen vergessen die industriellen Hinterlassenschaften der DDR, schimmert die Oberfläche der Tagebauseen, hinter der Gleichförmigkeit des Alltags schwelt die Angst vor dem Verlust der Heimat. Die Perspektivlosigkeit wird für Philipp und Tobias immer bedrohlicher. Als es zu Aufmärschen in Dresden kommt und auch ihr Heimatort Flüchtlinge aufnehmen soll, eskaliert die Situation. Während sich der eine Bruder in sich selbst zurückzieht, sucht der andere ein Ventil für seine Wut. Und findet es.Lukas Rietzschels Roman ist eine Chronik des Zusammenbruchs. Eine hochaktuelle literarische Auseinandersetzung mit unserem zerrissenen Land.
Titel
Mit der Faust in die Welt schlagen
Untertitel
Roman | Ein berzeugendes Portrt zweier Brder | Jetzt im Kino
EAN
9783843718516
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
3.01 MB
Anzahl Seiten
320