Mit zahlreichen Neu- und Erstübersetzungen bulgarischer Lyrik und Poetologie Materialreiche Untersuchung zur Rezeption der europäischen modernen Lyrik in Bulgarien Innovativer Forschungsbeitrag zur Entwicklung der Figur des Dichters in der bulgarischen Lyrik
Autorentext
Maria Slavtscheva ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Arbeitsbereich Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft.
Inhalt
I. Einleitung
1. Problemaufriss und Vorhaben
2. Begriffsbestimmungen: die Moderne, das Moderne und die Modernität
3. Betrachtung bisheriger fremdsprachiger Periodisierungs- und Zuordnungsversuche der bulgarischen Lyrik
4. Eigene Vorgehensweise
II. Wechselwirkungen des bulgarischen Literaturbetriebs mit dem europäischen während der Epoche der literarischen Moderne
1. Anfangsphase
1.1. Allgemeine Charakteristika des bulgarischen literarischen Status quo in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts
1.2. Der wegweisende Beitrag der Leipziger Absolventen Dr. Krstjo Krstev und Peno Slavejkov zur Begründung der bulgarischen poetologischen Diskussion um 1900
1.3. Ivan Andrejin der eigentliche Anfang der bulgarischen Auseinandersetzung mit der modernen europäischen Lyrik
2. Zeit der europäischen Avantgarden
2.1. Die Rezeption Charles Baudelaires in Bulgarien
2.2. Die Rezeption Rainer Maria Rilkes in Bulgarien
2.3. Die bulgarischen Reaktionen auf den Futurismus, Dadaismus und Expressionismus
2.4. Symptomatische Änderungen des bulgarischen literarischen Status quo bis 1944
3. Spätphase3.1. Allgemeine Charakteristika des bulgarischen literarischen Status quo nach 1944
3.2. Paradebeispiele ideologischer Instrumentalisierung: Geo Milev und Nikola Vapcarov versus Peno Slavejkov und Pejo Javorov
3.3. Eliminierung der autonomen Literaturkritik: Die Schicksale Dr. Krstjo Krstevs, Ivan Andrejins, Ivan Radoslavovs und Vladimir Vasilevs
3.4. Beginn der offiziellen Wiedereingliederung des Symbolismus in die theoretische Diskussion über die bulgarische Lyrik und Fortführung der übersetzerischen Rezeption der europäischen Moderne: Nikolaj Liliev, Dimo Debeljanov, Teodor Trajanov, Dimitr Podvrzaov und Atanas Dalev
III. Zwei Versuche einer modernistischen Autorenpoetik
1. Geo Milevs Widerrealismus: : : : [Lyrik: Assoziation: Synthese: Subjektivität]
2. Atanas Dalevs wirklichkeitsorientierte Produktionsästhetik: - : , . [Die Poesie gleicht eher dem Licht: Sie erleuchtet und durchdringt die Dinge, ohne sie zu beseitigen.]
IV. Der Weg vom mythisch verklärten Sänger zum Großstadtkünstler
1. Vorbemerkung
2. Der Dichter als sprechendes Subjekt
2.1. Das dichterische Credo als Thema bei Pejo Javorov, Dimitr Podvrzaov, Teodor Trajanov undNikola Vapcarov
2.2. Das Bilanz ziehende lyrische Dichter-Ich bei Nikolaj Liliev, Teodor Trajanov, Atanas Dalev, Dimitr Podvrzaov, Nikola Vapcarov und Geo Milev
3. Der Dichter als Objekt der poetologischen Reflexion
3.1. Der Dichter als Gegenüber bei Dimitr Podvrzaov, Atanas Dalev, Teodor Trajanov, Dimo Debeljanov und Nikola Vapcarov
3.2. Der Dichter als der Dritte bei Dimitr Podvrzaov, Pejo Javorov, Dimo Debeljanov und Atanas Dalev
4. Schlussfolgerungen: Moderne und traditionelle Dichterbilder
V. Fazit: Der Status der bulgarischen Lyrik innerhalb der modernen europäischen Lyrik
VI. Literaturverzeichnis
1. Textausgaben
2. Forschungsliteratur