Manchmal beginnt ein neues Leben mit einer Tasse Tee. Und manchmal auch eine neue Liebe. Petra-Elara hat sich in der glänzenden Magie-Hauptstadt Cindralis jahrelang aufgerieben, bis nichts mehr von ihr übrig war als Erschöpfung. Als sie eines Tages einfach nicht mehr kann, flieht sie ohne Plan und ohne Ziel und landet in einem Dorf, das auf keiner wichtigen Karte steht: am Rand eines alten Waldes, vor einem kleinen Teeladen, dessen Besitzerin gerade erst gestorben ist und der ihr auf eine Weise zufällt, die sich nicht ganz zufällig anfühlt. Zwischen mürrischen Nachbarn und Stammkunden mit ihren eigenen kleinen Sorgen entdeckt Petra-Elara eine Magie, die sie nie kennengelernt hat: die Magie der kleinen Aufgüsse, in denen man Wärme, Geduld und Fürsorge auflöst und weitergibt. Und an der Seite eines wortkargen Waldhüters, der die Wälder besser kennt als die Menschen, wächst langsam und leise etwas, das sie längst nicht mehr für möglich gehalten hatte. Doch als eine alte Fäulnis aus dem Wald zurückkehrt, muss Petra-Elara lernen, dass wahre Stärke nicht im Durchhalten liegt, sondern manchmal darin, sich fallen zu lassen und einem anderen Menschen zu vertrauen. Ein warmherziger Cozy-Fantasy-Roman über Neuanfänge, Selbstfürsorge und eine Liebe, die so behutsam wächst wie ein guter Tee zieht. Für alle, die sich nach einem Ort sehnen, an dem man ankommen darf, so wie man ist. Kuscheldecke und Lieblingstee bitte bereithalten.
Autorentext
Hinter der ruhigen Fassade des Alltags verbirgt sich bei Markus Bumb eine unbändige Faszination für tiefgründige Welten und vergessene Mythen. Am Schreibtisch gibt es keine Grenzen: Hier verschmelzen historische Sagen, dunkle Atmosphäre und fantastische Elemente. Im Zentrum stehen oft starke Frauen, die sich in einer von Männern dominierten Welt behaupten und ihr eigenes Schicksal schmieden. Ob die antike Priesterin in Enheduanna, das Mysterium der Töchter von Lemnos oder die dem Wahnsinn verfallene Laodamia: Markus verleiht diesen Figuren eine kraftvolle Stimme. Mit Tinte und Reif wagt er sich in die Romantasy, in der alte Schwüre und eine leise Liebe aufeinandertreffen. Ruht die Feder, genießt er das ganz normale Leben fernab von antiken Intrigen und dunkler Magie.