Sonette, die Tränen in Sprache verwandeln
Was bleibt von der Liebe, wenn Krankheit, Tod und Verzweiflung alles zu verschlingen drohen?
Sonette der Sehnsucht führt mitten hinein in die Grenzerfahrung zweier Liebender. Diese Gedichte sind keine formale Spielerei, sondern verdichtete Suche nach Leben, Halt und Nähe, wo alles zu zerbrechen scheint.
Ohnmächtiger Zorn wird bewusst, wortlose Tränen finden Sprache, Schreie der Verzweiflung wachsen zu gewaltigen Bildern. In der strengen Form des Sonetts ringt die Lyrik mit dem Unsagbaren und öffnet Räume, in denen Schmerz, Erinnerung und Liebe nebeneinander bestehen.
Im Dunkel des Todes loten diese Texte Abgründe aus, ohne die Liebe preiszugeben. Sie suchen Halt im Haltlosen und schenken dem Verstummen eine Stimme.
Eine existenzielle Liebeslyrik für Leser*innen, die Poesie nicht als Flucht suchen, sondern als leuchtenden Widerstand gegen das Dunkel.
Autorentext
Martin Ganter (* 1943) ist Wanderer an der Grenze des Sagbaren und Meister der wuchtigen Bilder. Er fängt bewegende Erfahrungen des Menschseins ein (Lyrik), klopft gesellschaftliche und tagtägliche Gewissheiten ab, tritt Reisen zu den Nachtseiten des Daseins an (Theater, Prosa). Diese Literatur entfaltet sich im Dialog mit europäischen Literaturen, altorientalischer und klassischer Antike, mit arabisch-persischen und chinesisch-japanischen Dichtungen: Der Autor lädt die an Weltliteratur Interessierten zum Gespräch und zum Weiterdenken ein (www.martin-ganter.de).