Am 3. Februar 2015 erklärte Papst Franziskus Oscar Romero kirchenoffiziell zum Märtyrer und machte damit den Weg für seine Seligsprechung frei. Dieses gut recherchierte Buch erzählt die Lebensgeschichte Romeros, in der sich wesentliche Entwicklungen der lateinamerikanischen Kirchengeschichte im 20. Jahrhundert spiegeln. Aus einem eher traditionellen und ängstlichen Kirchenmann wurde ein weltweit bekannter Prophet der Armen. Im Licht seiner Seligsprechung entfaltet es Romeros Verwurzelung in der ignatianischen Spiritualität, seine Bekehrung, seine Kirchenkonflikte, sein Verhältnis zur Theologie der Befreiung, die weltkirchliche Signalwirkung, die von seiner Seligsprechung ausgeht. Besondere Aufmerksamkeit wird den Ähnlichkeiten und Entsprechungen zwischen Erzbischof Romero und Papst Franziskus geschenkt. Sie sind Brüder im Geist und Verbündete in der Option für die Armen. Oscar Romero ist für Papst Franziskus ein Vorbild in seinem Programm einer armen Kirche für die Armen. Wenn ich Papst wäre, würde ich Oscar Romero morgen selig sprechen. Doch ich werde niemals Papst. Kardinal Bergoglio, 2007
Die Biografie zur Seligsprechung Von einem profunden Kenner der lateinamerikanischen Kirche und Politik
Autorentext
Martin Maier, geboren 1960, trat 1979 in den Jesuitenorden ein. Er studierte Philosophie, Theologie und Musik in München, Paris, Innsbruck und San Salvador. 1988 wurde er zum Priester geweiht. Von 1989 bis 1991 war er in El Salvador Pfarrer einer Landgemeinde. 1993 wurde er zum Doktor der Theologie promoviert. Maier war von 1995 bis 2009 Redaktionsmitglied (seit 1998 auch Chefredakteur) der Stimmen der Zeit. Von 2009 bis 2014 war er Rektor des Berchmanskollegs in München. Von 2014 bis 2020 war er dann Beauftragter für Europäische Angelegenheiten im Jesuit European Social Centre (JESC) in Brüssel. Seit 2021 ist er Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerkes Adveniat in Essen.