Die fortschreitende Integration künstlicher Intelligenz in zentrale wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse stellt das klassische Haftungssystem vor eine fundamentale Zerreißprobe. Wo KI-Systeme zunehmend autonom Verträge schließen oder eigenständig Schäden verursachen, stoßen tradierte juristische Zurechnungsmodelle an ihre systemischen Grenzen. Das vorliegende Werk bietet eine Analyse der entstandenen Rechtslücken im Vertrags- und Haftungsrecht, die durch die spezifischen Eigenschaften moderner KI, insbesondere deren Opazität und technologische Autonomie, verschärft werden. Über die Bestandsaufnahme hinaus widmet sich die Abhandlung einer tiefgreifenden Diskussion zukunftsweisender Lösungsmodelle de lege ferenda. Einen Schwerpunkt bildet dabei die viel diskutierte Einführung einer eigenen Rechtspersönlichkeit für KI-Systeme, der sogenannten e-Person. Dabei analysiert der Autor sowohl die rechtshistorische Herleitung als auch die praktische Umsetzbarkeit sowie die dogmatische Einpassung in das bestehende Rechtssystem. Zudem werden alternative Modelle wie die Gefährdungshaftung für KI, die Vergemeinschaftung von Risiken durch Pflichtversicherungen oder die Schaffung einer spezialisierten e-GmbH kritisch gewürdigt.
Autorentext
Autorentext
Moritz Leder, LL.M., widmet sich seit mehreren Jahren intensiv den rechtlichen und technischen Herausforderungen der künstlichen Intelligenz. Sein Studium der Rechtswissenschaften an der Hochschule Darmstadt sowie bisherige Ausarbeitungen und praktische Erfahrungen belegen seine ausgewiesene Expertise in diesem Bereich.
Titel
Haftungsfragen der e-Person
Autor
EAN
9783800598632
Format
E-Book (pdf)
Genre
Digitaler Kopierschutz
Adobe-DRM
Dateigrösse
4.25 MB
Anzahl Seiten
108
Auflage
1. Auflage 2026
Lesemotiv
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