Dieser Roman legt uns die Instrumente der Anatomie in die Hand, um jene Körper zu sezieren, die Geschichte niemals ordentlich benannt hat: die Körper, in denen Begehren und Klasse sich im Zwielicht der Klinik begegnen. In das Nähkästchen eines anatomischen Instituts der Jahrhundertwende verflochten sich die Fäden einer verbotenen Liebe, die zwischen Labor, Sektionstisch und sozialer Herabsetzung spannt. Wer darf sich räumen, und wer wird zur Kuriosität? Wo wird Begehren noch als Krankheit, und wo schon als Revolte gelesen? Die Geschichte folgt einem assistierenden Arzt, dessen eigene Identität in der Präparationskammer ebenso tabuisiert wird wie die Körper, die er sezieren soll - und einem Obdachlosen, dessen Existenz sich wie ein altertümlicher Dandy durch die Strukturen des Klinikbetriebs schmiegt.



Autorentext

Eine Gemeinschaftsbaurin, die alte Gilden modernisierte, bietet Selbsthilfe-Kollaborationsfähigkeiten, Business-Kooperationsmodelle und Geschichten kollektiver Unternehmen von mittelalterlich bis modern.

Titel
Schatten der Skalpelle
Untertitel
Queeres Begehren und Klasse in medizinischer Fiktion verweben
EAN
9783565411993
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Veröffentlichung
15.04.2026
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
1.1 MB
Anzahl Seiten
141