'Multiperspektivierung der Welt' nennt man die Arbeitsteilung und die daraus resultierende Vielfalt. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Wissenschaft ihrerseits 'multiperspektiviert': Dasselbe Ereignis wird von verschiedenen Disziplinen mit völlig unterschiedlichen Theoriebeständen bearbeit, was zu kaum vergleichbaren Ergebnissen führt. Als Student zumal als Doktorand ahnt man all dies nur. Und man wundert sich fast ein wenig, wenn man in der Universitätsbiblio thek feststellen muß, daß auch zu ganz anderen Themen dicke Bücher geschrieben worden sind. Und manchmal erwischt man sich dabei, daß man den Kopf schüttelt und zu sich selbst sagt: "Wie kann man sich nur mit so einem Thema beschäftigen!?/I Zum Glück verfügt auch ein Student über andere - und man ist ge neigt zu sagen: wichtigere - Perspektiven als die der Wissenschaft. Allein so kann man das Forschen nicht nur überstehen, sondern mit unter auch genießen. Aber zurück zur wissenschaftlichen Perspektive! Für konstruktive Kritik, für manchmal dringend benötigtes Lob, aber auch für di- nicht selbstverständliche - Akzeptanz anderer Meinungen danke ich sehr herzlich Professor Dr. Siegfried J. Schmidt. Erfreulich und ermu tigend zugleich war die Erfahrung, im Alltag der Massenuniversität die Hilfe von wissenschaftlichen Mitarbeitern zu erfahren, die weit über das Maß des 'Normalen' hinausgegangen ist. Dieser Dank gilt insbesondere Dr. Armin Scholl und Dr. Guido Zurstiege. Schließlich danke ich meiner Freundin und meinen Freunden, ohne deren Hilfe sich die Arbeit holpriger lesen würde.

Zum Verhältnis von PR und Journalismus im Konfliktfall

Autorentext

Olaf Hofjann promovierte am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster und ist PR-Berater bei FischerAppelt Kommunikation (Berlin).



Klappentext

Zwei unversöhnliche Positionen prägen immer noch die Analyse der Beziehungen zwischen Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit in Konflikten: Während die 'Optimisten' die journalistische Kontrollfunktion gerade in Krisen gewährleistet sehen, konstatieren die 'Pessimisten' ein erfolgreiches Geheimnismanagement der Public Relations. Diesen eindimensionalen Perspektiven setzt der Autor eine breit angelegte systemtheoretische Analyse entgegen. Bevor er die Beziehungen der beiden Systeme in Routine- und Konfliktsituationen untersucht, werden Funktion und Strukturen von Journalismus und PR analysiert. Dabei stellt er eine neue Theorie der Öffentlichkeitsarbeit vor, in der Public Relations als autonomes Subsystem von Organisationen modelliert wird.



Inhalt
1 Einleitung.- 2 Journalismus.- 2.1 Systemtheoretische Modellierung des Journalismus.- 2.2 Strukturen des Journalismus.- 3 Public Relations.- 3.1 Systemtheoretische Modellierung von PR.- 3.2 Public Relations als Legitimation.- 3.3 Strukturen der Public Relations.- 4 Intersystembeziehungen von Journalismus und PR.- 4.1 Theoretische Modellierungen der Intersystembeziehungen von Journalismus und Public Relations.- 4.2 Strukturelle Kopplung von Journalismus und PR.- 5 Journalismus und Public Relations in sozialen Konflikten.- 5.1 Der Konflikt.- 5.2 Der Konflikt und der Journalismus.- 5.3 Der Konflikt und Public Relations.- 5.4 Konstruktion von sozialen Konflikten.- 6 Intersystembeziehungen von Journalismus und Public Relations in sozialen Konflikten.
Titel
Journalismus und Public Relations
Untertitel
Ein Theorieentwurf der Intersystembeziehungen in sozialen Konflikten
EAN
9783322956286
Format
E-Book (pdf)
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
40.95 MB
Anzahl Seiten
330
Auflage
2001
Lesemotiv