Wenn aus dem Recht auf Arbeit bloß das Recht auf Elend wird, heißt es, sein 'Recht auf Faulheit' einzufordern! Paul Lafargues gleichnamiges Pamphlet ist nicht nur aus historischer Sicht interessant: Allzu leicht lässt sich die Ausbeutung des Proletariats zu Zeiten der Industrialisierung auf die Situation der leistungsorientierten und Burn-out-bedrohten Gesellschaft der Gegenwart übertragen. Auch die Satire 'Die Religion des Kapitals' ist mit spitzer Feder geschrieben und offenbart schnell ihre verblüffende Aktualität.

Autorentext
Paul Lafargue, geboren 1842 in Santiago de Cuba, emigrierte 1851 mit seiner Familie nach Frankreich, wo er von Karl Marx, dessen Tochter Laura er später heiratete, seine politische Schulung erhielt. Nach dem Fall der Pariser Kommune ging die Familie bis 1882 ins Exil nach Spanien und England. Im selben Jahr gründete er die erste marxistische Partei Frankreichs. 1911 beging er gemeinsam mit seiner Ehefrau Selbstmord.

Inhalt

Inhalt
Das Recht auf Faulheit

I. Vorwort des Verfassers

II. Das Recht auf Faulheit (Widerlegung des 'Rechtes auf Arbeit' von 1848)
1. Ein verderbliches Dogma
2. Der 'Segen' der Arbeit
3. Was aus der Überproduktion folgt
4. Ein neues Lied, ein besseres Lied!
III. Anhang: Eine Auseinandersetzung mit den Moralisten
IV. Anmerkung: Vorwort des Übersetzers
(Eduard Bernstein, 1887)

Die Religion des Kapitals
I. Der Londoner Kongress
II. Katechismus des Arbeiters
III. Die Predigt der Kurtisane
IV. Der Hohepriester oder Andachtsbüchlein des Unternehmers
1. Die Natur des Gott-Kapitals
2. Der Auserwählte des Kapitals
3. Die Pflichten des Kapitalisten
4. Grundlehren der göttlichen Weisheit
5. Ultima Verba
V. Das Gebet des Kapitalisten
1. Das Gebet des Herrn
2. Glaubensbekenntnis
3. Der englische Gruß (Ave Miseria)
4. Anbetung des Goldes
VI. Klagen Hiob Rothschilds, des Kapitalisten

Titel
Das Recht auf Faulheit und Die Religion des Kapitals
Übersetzer
EAN
9783730690888
Format
E-Book (epub)
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
0.98 MB
Anzahl Seiten
128
Lesemotiv