Geschichten aus Nian: eine Fantasy-Märchen-Serie zum Lesen und Vorlesen. Schwebe mit dem Lindenreiter, dem Grasfederer und der Eisgleiterin!

• Ein Land mit winzigen Menschen und riesigen Bäumen. Das ist Nian, Heimat von Kai aus dem Mittelland und Lia aus dem Gebirgsland. Eine alte Legende vom Lindenreiter, einem Jungen, den eine geheimnisvolle Verbindung zu einem uralten Baum antrieb und der als Erstes auf einem Blatt schweben konnte, hat die Kultur des Laubreitens und viele verschiedene Reiterklans hervorgebracht. Können Lia und Kai mit ihren besonderen Begabungen dabei helfen, Nian vor einer dunklen und mächtigen Bedrohung zu bewahren und das Gleichgewicht wiederherzustellen? Drei zusammenhängende Fantasy-Märchen zum Lesen und Vorlesen.

Autorentext
Der Autor, Paul M. Belt, wurde 1967 in Braunschweig geboren und ist Informatiker, Musiker (Gesang, Gitarre, Schlagzeug, Handpan) und Familienvater. Seine privaten Interessen sind u.a. Quanten- und Astrophysik, Makroökonomie, Philosophie, Reiki, Rock- und Reggae-Musik, Musicals, Fotografie, und Cineastik. Er schreibt seit seinem 17. Lebensjahr Texte für eigene Lieder, seit 2004 auch kurze Geschichten und Gedichte auf Deutsch und erfindet schon sein gesamtes erwachsenes Leben lang Spiele, Märchen und Geschichten meist für Kinder aus seinem sozialen Umfeld. Die Geschichten aus Nian sind seine ersten Veröffentlichungen.

Zusammenfassung
Ein Land mit winzigen Menschen und Tieren sowie riesigen Baumen. Das ist Nian, Heimat vom Kai aus dem Mittelland und Lia aus dem Gebirgsland. Eine alte Legende vom Lindenreiter, einem Jungen, den eine geheimnisvolle Verbindung zu einem uralten Baum antrieb und der als Erstes auf einem Blatt schweben konnte, hat die Kultur des Reitens auf Laub und viele verschiedene Reiterklans hervorgebracht. Als Kai mit seiner Familie an der Kuste Ferien macht, geschieht etwas Unglaubliches: Die Riesen, nur noch als Sagengestalten bekannt, kehren zuruck! Kais Eltern und Bruder werden von ihm getrennt, und auf seiner Suche nach ihnen findet er nicht nur die uralte Begabung in sich, Hilfe von Pflanzen annehmen zu konnen, sondern auch zu seiner inneren Starke. Auch Lia als Tochter einer Grofamilie in Tokbergen erkennt in der Winterlandschaft des Gebirgslandes unvermittelt, welche machtvollen Krafte in Bezug auf Wasser in ihr am Wirken sind. Als sie gerade erst zu verstehen beginnt, welche Verantwortung sie dadurch tragt, wird sie im folgenden Sommer in den Strudel der Ereignisse an der Kuste hineingezogen.

Leseprobe
[] Lächelnd rollte Kai sich ein. Wie er es bereits kannte, nahm ihn ein Blatt auf, und dann begann das herrliche Auf und Ab des Federns. Die Halme spürten sofort, dass er zum Strand wollte; ein kurzer Gedanke an die Stelle, wo das Familiencamp gewesen war, reichte aus und er war auf Kurs. Allerdings fühlte es sich bei Dunkelheit noch seltsamer an als am Tage. Beherbergt ihr eigentlich Worger?, wollte Kai noch wissen. wwWesen mit ssscharfffen Zzzähnen wie die in deinem Geissst waren lange nicht mehr hier , säuselte der Wind. ssSei beruhigt Aufgefangen, hochgeschleudert, fliegend es war auch unter dem Teppich aus Sternen schön, sich so voran zu bewegen. Inzwischen war Kai geschickt darin geworden, den Kopf im richtigen Moment zu neigen, so dass er sich beim Federn nicht wehtat. Er konnte sich am höchsten Punkt der Flugbahn sogar kurz strecken, die Arme ausbreiten und den Nachtwind durch seinen ganzen Körper spüren. Viel schneller als erwartet verlangsamten sich die Bewegungen des Grases und schon wurde er sacht am Dünenstreifen abgesetzt. Kai vergaß nicht, dem Gras und der Großen Mutter zu danken. Wie schön, so etwas erleben zu dürfen! Nach einigen Schritten hatte er den moosbewachsenen Flecken am Strand erreicht, auf dem der Vortisch gestanden hatte. Kummer stieg in ihm auf. Traurig blickte er zum östlichen Horizont über das Meer, wo der Silberstreif sich zu einem leichten Morgenlicht verbreitert hatte. Von dort waren sie gekommen, ganz sicher. Das riesige Schild stand immer noch am Strand, ein Fremdkörper aus einer anderen Welt, völlig fehl am Platz. Nach einem Moment des Verweilens begann Kai in Richtung des Küstenwaldes zu gehen und zu suchen. Jeden Büschel Moos, jedes Blattstück drehte er um, grub schließlich verzweifelt hier und da im Sand, wo dieser einen Haufen gebildet hatte. Er musste sich einfach vergewissern, dass die Suchtrupps nichts übersehen hatten. Im Osten wurde es heller und heller, bis sich schließlich ein orangeroter Ball allmählich aus dem Wasser zu erheben schien und eine goldene Straße zum Horizont zeichnete. Kai liebte solche Anblicke und fuhr den leuchtenden Streifen mit seinem Blick entlang, als er plötzlich stutzte. Da lagen ja zwei nianianische Schiffe auf dem Meer. Keine Fischkutter oder Boote, sondern richtige imposante Schiffe. Aus dem Augenwinkel heraus erspähte Kai südlich davon weitere Objekte auf dem Wasser. Es waren drei andere Schiffe, welche vor der Küste dümpelten. Sie hatten keine Masten, es handelte sich also um große Motorkähne, vermutlich aus Metall. Und dort, ganz weit hinten, waren noch mehr Schiffe, die unbeweglich auf dem Meer trieben. Dies war ungewöhnlich. Was war hier los? Unerwartet vernahm Kai plötzlich Stimmen auf dem Dünenstreifen. Er wandte sich um und erspähte fünf Männer und drei Frauen, die über die Düne stiegen. Einer der Männer ging auf Kai zu und fragte: Bist du auch aus dem Dorf? Nein, ich bin nur zu Besuch, entgegnete Kai, während bereits weitere Rotten von Menschen teils mit Fuchshunden, teils mit Sensen und Mistgabeln die Düne überquerten. Das halbe Dorf schien auf den Beinen zu sein! Was geschieht hier?, fragte Kai den Mann, der die Stirn runzelte. Hast du denn die Botschaft nicht vernommen? Urgalan, ein Land der Riesen, versucht sich uns einzuverleiben! Es soll heute nach Sonnenaufgang geschehen. Die Reiter sind übers Meer geritten, sie haben die anrückenden metallenen Schiffsgiganten bereits erspäht. Auch sie werden bald hier sein. Die Reiter! Das war neu für Kai, ebenso wie die offenkundige Aussicht auf ein ungleiches Gefecht noch an diesem Morgen. Er sah den Mann an und fragte: Wollen diese Menschen etwa kämpfen? Das wird so nicht funktionieren, die erste Welle wird sie davonspülen, wenn die Metallmonster hier landen! Wir tun alle, was wir können, um unsere Flecken zu schützen, seufzte der Mann. In einiger Entfernung kamen wieder Menschen über die Düne. Und diesmal erkannte Kai ein paar Leute der Schadensabwehr, Klaus, den Dorfwart Piet, Matt und sogar Hein, der grimmig aussah. Als Kai auf ihn zuging, fiel ihm beinahe die Pfeife aus dem Mundwinkel. Do brat mir doch einer Jong, wat machst du denn hier?? Du liegst denk ich im Bett und döst? Kai wollte etwas erwidern, kam aber nicht dazu, denn über ihm erhob sich ein gewaltiges Rauschen. Als er nach oben blickte, stockte ihm der Atem: So etwas hatte er noch nie zuvor gesehen. Zu Hunderten, wenn nicht zu Tausenden, kamen in vielen Schleifen, Reihen und anderen Figuren die Reiter auf ihren Himmelsbooten daher. Dort waren Eichen-, Rötlurm-, Ahorn-, Pappel-, Linden-, Birken-, Hailabel-, Wildgratsch- und Buchenreiter und noch viele andere, die Kai nicht genau erkennen konnte. Wie Zugvögel schwebten sie über den Strand in Richtung Meer, um dort zu wenden und sich in eine Art Warteschleife zu begeben. An vorderster Position erspähte Kai einen Mann in einem silbrig schimmernden Gewand. Er hatte wehendes helles Haar und trug grüne Stiefel mit einem Blattfortsatz an den Absätzen. Sieh doch, rief er Hein höchst erregt zu, der wie die meisten anderen mit offenem Mund nach oben schaute. Der Erste vom Klan der Lindenreiter! Es beginnt Am frühen Morgen war May außer den beiden Brukas die erste, die noch vor Sonnenaufgang wach war. Sie fühlte sich bereits wieder so stark, dass sie den beiden beim Wasserholen und Feuermachen helfen wollte. Sus schaute etwas zweifelnd drein, aber nach einem kurzen prüfenden Blic…
Titel
Geschichten aus Nian
Untertitel
Lindenreiter
EAN
9783947086528
Format
E-Book (epub)
Altersempfehlung
8 bis 18 Jahre
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
2.58 MB
Anzahl Seiten
276
Auflage
Verlagsauflage
Lesemotiv