Die europäische frühe Neuzeit als Epoche, in der die Reinheit als kultureller Code entstand. Vorstellungen von Reinheit dienen dazu, Uneindeutigkeit in Eindeutigkeit zu überführen, um auf diese Weise Selbst- und Weltdeutungen zu homogenisieren, zu stabilisieren und nicht zuletzt auch zu harmonisieren. Ausgehend von dieser These fragt Peter Burschel nach dem Ort dieses Musters in der europäischen frühen Neuzeit. Sein Ergebnis: Seit dem ausgehenden Mittelalter avanciert Reinheit zu einem kulturellen Code, der den fundamentalen Prozessen sozialer und konfessioneller Disziplinierung im 16. und 17. Jahrhundert die Richtung weist - und die Epoche auf diese Weise historisch-anthropologisch zusammenhält: ordnungsstiftend, symbolerzeugend, handlungsleitend und ungemein nachhaltig.
Autorentext
Peter Burschel ist seit 2016 Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und Inhaber des Lehrstuhls für Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Göttingen. Nach dem Masterabschluss und der Promotion in Göttingen habilitierte er sich 2002 in Neuerer und Neuester Geschichte und in Historischer Anthropologie an der Universität Freiburg im Breisgau. 2007 folgte -Burschel einem Ruf auf den Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der -Universität Rostock, 2011 auf den für Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsinteressen gelten der Geschichte der Reinheit, der Hautfarben und des Rassismus. Burschel ist Mitherausgeber des Handbuchs »Übersetzen in der Frühen Neuzeit«, das seit 2025 erscheint. 2023 hat er die Summe seiner Überlegungen zur Historischen Anthropologie vorgelegt: Wie Menschen möglich sind. Eine Historische Anthropologie.
Klappentext
Autorentext
Peter Burschel ist seit 2016 Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und Inhaber des Lehrstuhls für Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Göttingen. Nach dem Masterabschluss und der Promotion in Göttingen habilitierte er sich 2002 in Neuerer und Neuester Geschichte und in Historischer Anthropologie an der Universität Freiburg im Breisgau. 2007 folgte -Burschel einem Ruf auf den Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der -Universität Rostock, 2011 auf den für Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsinteressen gelten der Geschichte der Reinheit, der Hautfarben und des Rassismus. Burschel ist Mitherausgeber des Handbuchs »Übersetzen in der Frühen Neuzeit«, das seit 2025 erscheint. 2023 hat er die Summe seiner Überlegungen zur Historischen Anthropologie vorgelegt: Wie Menschen möglich sind. Eine Historische Anthropologie.
Klappentext
Vorstellungen von Reinheit dienen dazu, Uneindeutigkeit in Eindeutigkeit zu überführen, um auf diese Weise Selbst- und Weltdeutungen zu homogenisieren, zu stabilisieren und nicht zuletzt auch zu harmonisieren. Ausgehend von dieser These fragt Peter Burschel nach dem Ort dieses Musters in der europäischen frühen Neuzeit. Sein Ergebnis: Seit dem ausgehenden Mittelalter avanciert Reinheit zu einem kulturellen Code, der den fundamentalen Prozessen sozialer und konfessioneller Disziplinierung im 16. und 17. Jahrhundert die Richtung weist - und die Epoche auf diese Weise historisch-anthropologisch zusammenhält: ordnungsstiftend, symbolerzeugend, handlungsleitend und ungemein nachhaltig.
Titel
Die Erfindung der Reinheit
Untertitel
Eine andere Geschichte der frühen Neuzeit
Autor
EAN
9783835325555
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Genre
Veröffentlichung
02.01.2014
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
3.12 MB
Anzahl Seiten
62
Lesemotiv
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