Bücher, so aufregend wie große Kinofilme: Peter Freund (Jahrgang 1952) arbeitete während seines Studiums der Publizistik, Politikwissenschaft und Soziologie als freier Journalist beim "Tagesspiegel" und beim "Sender Freies Berlin". Seit 1980 ist er in der Film- und Fernsehbranche tätig - zunächst als Leiter und Manager verschiedener Kinos, dann im Filmverleih und seit 1993 als Producer. Darüber hinaus ist er als Autor, Dramaturg und Produzent für zahlreiche Fernsehserien und -filme verantwortlich. Peter Freunds bisher größter Erfolg ist die "Laura Leander"-Reihe. Sie begeistert Kinder wie Erwachsene gleichermaßen, stürmte die Bestsellerliste und wurde in 22 Ländern weltweit veröffentlicht. Der "Focus" meint: "Was Harry Potter kann, kann Laura auch." Peter Freund lebt und arbeitet in Berlin, wo auch seine allerneueste Fantasy-Reihe spielt: "Guardians of Secret Powers".
Autorentext
Bücher, so aufregend wie große Kinofilme: Peter Freund (Jahrgang 1952) arbeitete während seines Studiums der Publizistik, Politikwissenschaft und Soziologie als freier Journalist beim »Tagesspiegel« und beim »Sender Freies Berlin«. Seit 1980 ist er in der Film- und Fernsehbranche tätig zunächst als Leiter und Manager verschiedener Kinos, dann im Filmverleih und seit 1993 als Producer. Darüber hinaus ist er als Autor, Dramaturg und Produzent für zahlreiche Fernsehserien und -filme verantwortlich. Peter Freunds bisher größter Erfolg ist die »Laura Leander«-Reihe. Sie begeistert Kinder wie Erwachsene gleichermaßen, stürmte die Bestsellerliste und wurde in 22 Ländern weltweit veröffentlicht. Der »Focus« meint: »Was Harry Potter kann, kann Laura auch.« Peter Freund lebt und arbeitet in Berlin, wo auch seine allerneueste Fantasy-Reihe spielt: »Guardians of Secret Powers«.
Leseprobe
7. Kapitel:
Ein entsetzlicher Traum
Der Schein des Kaminfeuers beleuchtete Morgensterns greises Gesicht. Obwohl es bereits Mitte Mai war, wurde es in den Nächten noch immer empfindlich kalt. Der Professor heizte deshalb des Abends den Kamin an, damit er es in seinem Wohnzimmer, dessen enorme Ausmaße in keinem Verhältnis zu seinem von Außen recht bescheidenen Häuschen standen, gemütlich warm hatte. Laura jedoch, die ein gutes Stück von der Feuerstelle entfernt saß, fröstelte ein wenig. Was allerdings weniger an der Raumtemperatur, denn an den Ausführungen des Direktors lag.
»Mir passt die Entwicklung auch nicht, das könnt ihr mir glauben«, sagte er, während sein Blick von Miss Mary Morgain zu Percy Valiant wanderte, die neben Laura an dem runden Tisch in der Mitte des Raumes Platz genommen hatten. »Aber die Fakten sind nun einmal so: Der Mord an Pater Dominikus ist für die Polizei noch immer nicht aufgeklärt, und solange der wahre Mörder nicht gefunden ist, stehe ich immer noch unter Tatverdacht.«
»Aber das ist blanker Unsinn!«, warf Laura kopfschüttelnd ein. »Es ist doch so gut wie erwiesen, dass Konrad Köpfer den Mönch umgebracht hat.«
Aurelius Morgenstern ließ ein bitteres Lachen hören. »Eben nicht! Hinzu kommt, dass dieser Köpfer immer noch spurlos verschwunden ist, als habe der Erdboden ihn verschluckt.«
»Genauso wird es auch sein!«, ereiferte sich Laura. Sie erhob sich, weil es sie einfach nicht mehr auf dem Stuhl hielt. »Oder habt ihr schon vergessen, dass er ein Wiedergänger ist? Die Untaten, die er begangen hat, treiben ihn im Jenseits um, weshalb er immer wieder in unsere Welt zurückkehren muss. Im Augenblick hat er sich natürlich wieder in seinem Grab verkrochen. Kein Wunder also, dass die Polizei ihn nicht findet!«
Percy konnte seine Zweifel nicht verhehlen. »Dergleischen wirst du einem Kripobeamten, für den niischts als nackte Fakten und Indizien zä'len, wo'l kaum begreifliisch machen können - n'est-ce pas, werte Mademoiselle?«
Laura antwortete nicht sofort. Natürlich war ihr klar, dass normale Menschen gemeinhin nicht an Wiedergänger oder Untote glaubten. Sie jedoch hatte selbst herausgefunden, dass Konrad Köpfer wohl identisch war mit Kons, dem Henker des Grausamen Ritters Reimar von Ravenstein, den das schlechte Gewissen in der Sphäre zwischen Leben und Tod gefangen hielt. Hilfe suchend blickte sie den Professor an.
»Ich fürchte, Percy hat recht.« Müdigkeit stand in das blasse Gesicht des alten Mannes geschrieben. »Die Polizei wird uns das niemals abnehmen. Zumal auch nirgendwo Fingerabdrücke von Köpfer gefunden wurden.«
»Was nur ein weiteres Indiz dafür ist, dass er tatsächlich ein Wiedergänger ist«, murmelte das Mädchen.
»Selbst wenn das hundertmal stimmen sollte, Laura, können wir es der Kripo trotzdem nicht klarmachen. Noch nicht einmal in dem schwarzen Lieferwagen, den Köpfer gefahren hat, haben sie irgendwelche Spuren von ihm entdeckt. Was schlichtweg bedeutet, dass er für die Kripo einfach nicht existiert. Und wenn man die Sache von ihrer Warte betrachtet, dann ist es durchaus verständlich, dass sie die Ermittlungen gegen mich noch nicht eingestellt haben.«
Miss Mary Morgain, die die Unterhaltung bislang schweigend verfolgt hatte, meldete sich nun zu Wort. »Aber deshalb hätten Sie doch nicht das Direktorenamt niederlegen und unseren ärgsten Feinden das Feld überlassen müssen! Das wäre doch nicht nötig gewesen.«
»Doch, Mary, das war es!«, entgegnete der Professor mit ernster Miene. Er erhob sich und trat näher an den Kamin heran. Offenbar fröstelte es ihn, denn er streckte die Arme aus und rieb sich die Hände. »Sicherlich erinnerst du dich noch daran, wie die Presse diese unselige Geschichte ausgeschlachtet hat. Negative Schlagzeilen sind aber genau das, was wir im Moment am allerwenigsten gebrauchen können. Unsere finanzielle Situation ist dramatisch. Es käme also einer Katastrophe glei