Amsterdam, 1943: In einer Bäckerei fällt ein Schuss, hinter dem Tresen stirbt ein junger Mann. Seine Witwe, fast noch ein Kind, flieht in die Schweiz. Fünfzig Jahre später verlässt im Basler Hinterland ein Familienvater Frau und Kind, in der gleichen Nacht liegt eine Frau zwischen zwei Dörfern tot am Strassenrand. Jahrzehnte später begegnen Teresa und Mirco einander. Sie verlieben sich und versuchen sich an ihre Kindheit zu erinnern, die geprägt war von Verlust und Schweigen. Mirco hat Angst, dass die Vergangenheit sich wiederholt, wenn man sie nicht ruhen lässt. Aber Teresa begibt sich auf Spurensuche und erschafft Stück für Stück ihre gemeinsame Geschichte. In ihrem neuen Roman entfaltet Rebekka Salm ein Panoptikum aus Geschichten und Erinnerungen zweier Familien, die sich nicht erinnern wollen und die doch, ob's ihnen gefällt oder nicht, Teil einer grossen Erzählung sind.
Autorentext
Rebekka Salm, geboren 1979 in Liestal und wohnhaft in Olten, studierte Islamwissenschaften und Geschichte in Basel und Bern, arbeitet als Texterin, Moderatorin und Erwachsenenbildnerin. Mit ihrem bemerkenswerten Debütroman «Die Dinge beim Namen» (2022) schaffte sie es in die Bestsellerlisten und wurde bereits zu über hundert Lesungen eingeladen. Rebekka Salm wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet: Förderpreise der Kantone Solothurn und Basellandschaft, Dreitannen-Förderpreis der Hans-und-Beatrice-Maurer-Billeter-Stiftung. 2026 wechselt sie zum renommierten Ullstein-Verlag um dort weitere Romane zu veröffentlichen.
Leseprobe
Erzählen war ein Akt des Verstehen-Wollens. Der Ursachenforschung. Es ging darum, Punkte zu setzen, wo vorher Fragezeichen gestanden hatten. Punkte wie Einschusslöcher. Und wer Treffen wollte, musste Fährten lesen können. Das hatte ihr Grossvater Georg beigebracht. Der Metzgermeister von Eichendorf. Der war Zeit seines Lebens auf die Jagd gegangen. Rehe. Wildschweine. Blässhühner. Am liebsten aber hatte er Hasen geschossen. Hasen waren am schwierigsten zu kriegen. Das hatte ihn gereizt. Denn darum ging es ja schliesslich. Um das Jagen selbst. Um das Spiel. Um das In-die-Haut-des-Tieres-Schlüpfen. Das Adrenalin spüren. Das eigene. Und dasjenige der Beute. Seine Spuren lesen und daraus seine weiteren Schritte ableiten.
Autorentext
Rebekka Salm, geboren 1979 in Liestal und wohnhaft in Olten, studierte Islamwissenschaften und Geschichte in Basel und Bern, arbeitet als Texterin, Moderatorin und Erwachsenenbildnerin. Mit ihrem bemerkenswerten Debütroman «Die Dinge beim Namen» (2022) schaffte sie es in die Bestsellerlisten und wurde bereits zu über hundert Lesungen eingeladen. Rebekka Salm wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet: Förderpreise der Kantone Solothurn und Basellandschaft, Dreitannen-Förderpreis der Hans-und-Beatrice-Maurer-Billeter-Stiftung. 2026 wechselt sie zum renommierten Ullstein-Verlag um dort weitere Romane zu veröffentlichen.
Leseprobe
Erzählen war ein Akt des Verstehen-Wollens. Der Ursachenforschung. Es ging darum, Punkte zu setzen, wo vorher Fragezeichen gestanden hatten. Punkte wie Einschusslöcher. Und wer Treffen wollte, musste Fährten lesen können. Das hatte ihr Grossvater Georg beigebracht. Der Metzgermeister von Eichendorf. Der war Zeit seines Lebens auf die Jagd gegangen. Rehe. Wildschweine. Blässhühner. Am liebsten aber hatte er Hasen geschossen. Hasen waren am schwierigsten zu kriegen. Das hatte ihn gereizt. Denn darum ging es ja schliesslich. Um das Jagen selbst. Um das Spiel. Um das In-die-Haut-des-Tieres-Schlüpfen. Das Adrenalin spüren. Das eigene. Und dasjenige der Beute. Seine Spuren lesen und daraus seine weiteren Schritte ableiten.
Titel
Wie der Hase läuft
Untertitel
Roman
Autor
EAN
9783907334409
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Genre
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.59 MB
Anzahl Seiten
195
Lesemotiv
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