GERHARD MICHAEL DIENES (Dr. phil.), geb. 1953 in Graz. Durchführung von Auslandskulturprojekten für das Universalmuseum Joanneum Graz, Ausstellungskurator im In- und Ausland.
Eine historisch-literarisch-kulinarische Reise Unser Herz zeigt nach dem Süden, schrieb Sigmund Freud und meinte damit eine den Binnen- und Alpenländlern immanente Sehnsucht nach dem Süden. Dieser ist dabei mehr als eine geografische Bezeichnung, der Süden ist so der Stationschef Fallmerayer in einer Erzählung von Joseph Roth das Meer, ein Meer aus Sonne, Freiheit und Glück. Und dieses Meer ist für uns die nordöstliche Adria. Wir begeben uns auf den Weg dorthin und machen unterwegs halt, wurde doch das Land hinter der Küste und den Stränden lange Zeit nur auf der Direttissima zu den Urlaubszielen durchfahren. Wir tauchen ein in Regionen, die eine ungeheure Vielfalt bieten nicht zuletzt treffen sich hier drei Welten: die romanische, die slawische und die deutsch/österreichische. Reichlich Raum für Sehnsucht.
Autorentext
GERHARD MICHAEL DIENES (Dr. phil.), geb. 1953 in Graz. Durchführung von Auslandskulturprojekten für das Universalmuseum Joanneum Graz, Ausstellungskurator im In- und Ausland.
Klappentext
Eine historisch-literarisch-kulinarische Reise "Unser Herz zeigt nach dem Süden", schrieb Sigmund Freud und meinte damit eine den Binnen- und Alpenländlern immanente Sehnsucht nach dem Süden. Dieser ist dabei mehr als eine geografische Bezeichnung, der Süden ist - so der Stationschef Fallmerayer in einer Erzählung von Joseph Roth - "das Meer, ein Meer aus Sonne, Freiheit und Glück". Und dieses Meer ist für uns die nordöstliche Adria. Wir begeben uns auf den Weg dorthin und machen unterwegs halt, wurde doch das Land hinter der Küste und den Stränden lange Zeit nur auf der Direttissima zu den Urlaubszielen durchfahren. Wir tauchen ein in Regionen, die eine ungeheure Vielfalt bieten - nicht zuletzt treffen sich hier drei Welten: die romanische, die slawische und die deutsch/österreichische. Reichlich Raum für Sehnsucht.
Leseprobe
Im Reich des Markuslöwen
Der heilige Markus war nicht nur in Aquileia. Den Evangelisten verschlug es mit seinem Schiffchen auch in die venezianische Lagune. Nach überstandenem Sturm in tiefen Schlaf versunken, sei ihm der Legende nach im Traum ein Engel erschienen. Und der Engel sprach: "Pax tibi, Marce, evangelista meus, hic requiescat corpus tuum" (Friede sei mit dir, Markus, mein Evangelist, hier wird dein Leib ruhen).
Die Ara Pacis in Medea: ein Monument für den Frieden
Jasons Drache als Wappentier von Ljubljana
Die Drachenbrücke in Ljubljana
Medea - Ortsname von einer sagenhaften Frau
Aquileia - Überreste der römischen Metropole
Der Löwe (Aquileia), ein Machtsymbol zu allen Zeiten
Artisten, Tiere, Sensationen bot die römische Arena von Pula.
Pula - Tempel zu Ehren der Göttin Roma und des Kaisers Augustus
Aquileia - das Motiv vom Fischfangmotiv
Aquileia - das Motiv vom Fischfangmotiv
Die Basilika von Aquileia
Grado - Blick auf Dom und Lagune
Basilika von Porec
Rovinj - ein Venedig im Kleinformat
Der Kampanile in Venedig
Sein "Bruder" in Piran
Byzantinische Mosaikkunst in der Euphrasiusbasilika von Porec
Die Kirche des hl. Maurus in Izola
Wenig herrschaftliche Bauten hat Marano Lagunare, dafür umso mehr Porträtbüsten venezianischer Statthalter. Deren Pomp steht in einem grotesken Verhältnis zur simplen Umgebung dieser winzig kleinen venezianischen Herrschaft.
Venedig: Glockenturm und Dogenpalast
Das Lieblingsgericht der DogenRisi e bisi zählt zu den traditionellen venezianischen Speisen mit geschichtlichem Hintergrund. Jeweils am 25. April, dem Festtag von San Marco, dem Schutzpatron der Stadt Venedig, wurde dieses Gericht als erster Gang des Festmahls angeboten. Da Erbsen zur Zeit der Dogen in Venedig sehr kostbar waren, mussten entsprechend viele Erbsen im Risi e bisi enthalten sein. Und erst wenn die Erbsenmenge vom Dogen als ausreichend beurteilt worden war und er das Gericht genossen hatte, durften die Venezianerzu den Tellern greifen. Der Erbsenreis war aber, glaubt man den Überlieferungen, etwas "suppiger" als ein Risotto. Und wenn wir schon bei Geschichten sind, auch die Überführung der Reliquien des heiligen Markus hat, wenn auch nur im weitesten Sinn, mit Essen zu tun. So haben, der Legende nach, zwei venezianische Kaufleute die Gebeine des heiligen Markus aus einem Kloster in Alexandria mit einer List herausgeschmuggelt. Sie versteckten den Leichnam unter gepökeltem Schweinefleisch, um so die muslimischen Wächter an einer genauen Kontrolle zu hindern. Auf diese Weise wurde der Evangelist Markus von Alexandria nach Venedig gebracht, wo seine sterblichen Überreste am 31. Jänner des Jahres 828 mit Triumph empfangen wurden.
Risi e BisiRisotto auf venezianische Art
ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN
Olivenöl
100 g fein geschnitt