Robert William Goddard, geboren 1954 in Fareham, ist ein vielfach preisgekrönter britischer Schriftsteller. Nach einem Geschichtsstudium in Cambridge begann Goddard zunächst als Journalist zu arbeiten, bevor er sich ausschließlich dem Schreiben von Spannungsromanen widmete. Robert Goddard wurde 2019 für sein Lebenswerk mit dem renommierten Preis der Crime Writer's Association geehrt. Er lebt mit seiner Frau in Cornwall. Robert Goddard veröffentlichte bei dotbooks auch die folgenden Kriminalromane: »Im Netz der Lügen« »Der Preis des Verrats« »Eine tödliche Sünde« »Ein dunkler Schatten« »Denn ewig währt die Schuld« »Das Geheimnis von Trennor Manor« »Und Friede den Toten« »Das Geheimnis der Lady Paxton« »Das Haus der dunklen Träume« Robert Goddard veröffentlichte bei dotbooks weiterhin die historischen Kriminalromane: »Die Sünden unserer Väter« »Die Schatten der Toten« »Jäger und Gejagte« »Die Klage der Toten« »Der Kartograf von London« Robert Goddard veröffentlichte außerdem bei dotbooks seine drei Kriminalromane mit dem Ermittler Harry Barnett: »Dunkles Blut« »Dunkle Sonne« »Dunkle Erinnerung«
Autorentext
Robert William Goddard, geboren 1954 in Fareham, ist ein vielfach preisgekrönter britischer Schriftsteller. Nach einem Geschichtsstudium in Cambridge begann Goddard zunächst als Journalist zu arbeiten, bevor er sich ausschließlich dem Schreiben von Spannungsromanen widmete. Robert Goddard wurde 2019 für sein Lebenswerk mit dem renommierten Preis der Crime Writer's Association geehrt. Er lebt mit seiner Frau in Cornwall. Robert Goddard veröffentlichte bei dotbooks auch die folgenden Kriminalromane: »Im Netz der Lügen« »Der Preis des Verrats« »Eine tödliche Sünde« »Ein dunkler Schatten« »Denn ewig währt die Schuld« »Das Geheimnis von Trennor Manor« »Und Friede den Toten« »Das Geheimnis der Lady Paxton« »Das Haus der dunklen Träume« Robert Goddard veröffentlichte bei dotbooks weiterhin die historischen Kriminalromane: »Die Sünden unserer Väter« »Die Schatten der Toten« »Jäger und Gejagte« »Die Klage der Toten« »Der Kartograf von London« Robert Goddard veröffentlichte außerdem bei dotbooks seine drei Kriminalromane mit dem Ermittler Harry Barnett: »Dunkles Blut« »Dunkle Sonne« »Dunkle Erinnerung«
Leseprobe
Kapitel 2
»Hallo?«
»Charlie? Hier ist Maurice.«
»Maurice? Was für eine nette Überraschung. Wie -«
»Der Grund meines Anrufes ist leider alles andere als nett, altes Mädchen. Ich habe schlechte Nachrichten. Es geht um Beatrix.«
»Beatrix? Was -«
»Ich fürchte, sie ist tot. Mrs. Mentiply hat sie heute nachmittag in ihrem Haus gefunden.«
»O mein Gott. Was ist passiert? War es das Herz?«
»Nein. Nichts dergleichen. Es scheint ... Mrs. Mentiply hat etwas von einem Einbruch erzählt. Beatrix wurde ... nun ... ums Leben gebracht. Ich kenne die Einzelheiten nicht. Die Polizei wird jetzt dort sein, nehme ich an. Ich mache mich auch auf den Weg. Die Frage ist ... Soll ich dich abholen?«
»Ja. Natürlich. Ja, gern. Maurice -«
»Es tut mir so leid, Charlie, wirklich. Du hast sie sehr gern gehabt, ich weiß. Wir alle mochten sie. Aber du besonders. Wir mußten natürlich irgendwann damit rechnen, aber das ist ... das ist eine beschissene Art zu sterben.«
»Sie wurde ermordet?«
»Raubmord, nehme ich an. Nennt die Polizei das nicht so?«
»Raub?«
»Mrs. Mentiply sagte, daß gewisse Gegenstände fehlen. Aber wir sollten nicht voreilig sein. Laß uns hinfahren und herausfinden, was wirklich geschehen ist.«
»Maurice -«
»Ja?«
»Wie wurde sie getötet?«
»Mrs. Mentiply zufolge ... Hör zu, lassen wir das jetzt, okay? Wir werden es bald genug wissen.«
»Ist gut.«
»Ich bin so schnell wie möglich bei dir.«
»Okay.«
»Mach dir einen Drink, ja? Es wird dir bestimmt gut tun.«
»Vielleicht hast du recht.«
»Bestimmt. Aber jetzt fahre ich besser los. Bis gleich.«
»Fahr vorsichtig.«
»Natürlich. Tschüs.«
»Auf Wiedersehen.«
Charlotte legte den Hörer auf und ging wie betäubt ins Wohnzimmer zurück. Nun, da zu der Stille auch noch Traurigkeit hinzukam, wirkte das Haus noch größer und leerer. Zuerst dieser schleichende, langsame Tod ihrer Mutter. Und jetzt auch noch Beatrix, und mit dieser so unerwarteten Brutalität. Tränen schossen ihr in die Augen, als sie sich in dem hohen Zimmer umsah und sich daran erinnerte, wie sie alle hier zusammengekommen waren und mit Papierhüten auf dem Kopf ihre Kindergeburtstage gefeiert hatten. Damals hatte natürlich auch ihr Vater noch gelebt, er hatte gelacht und, im Schein des Kaminfeuers mit seinen Händen Schattentiere an die Wand geworfen. Jetzt, dreißig Jahre später, bewegte sich nur noch ihr Schatten, als sie auf den Schrank mit den Getränken zuging. Dann blieb sie stehen und wandte sich langsam ab. Sie konnte nicht warten. Das hatte sie in all den Jahren oft genug getan, zu oft. Sie würde eine Nachricht für Maurice hinterlassen und selbst auf der Stelle nach Rye fahren. Natürlich würde sie dadurch zwar nichts gewinnen, außer der Erleichterung, etwas unternommen zu haben. Auf jeden Fall würde es sie jedoch abhalten, Trübsal zu blasen. Genau das würde auch Beatrix gesagt haben, in ihrer forschen, nüchternen Art. Und das war das wenigste, was sie ihr schuldete, dachte Charlotte.
Es war ein stiller, dunstiger Juniabend, der ihre Trauer durch seine Vollkommenheit zu verspotten schien. Ein Rasensprenger zischte auf dem Rasen des Nachbarhauses, als sie zu ihrer Garage ging, eine Taube gurrte in den Bäumen, hinter denen sich die Straße versteckte. In dieser süß duftenden Luft erschien der Tod grotesk und weit entfernt. Aber sie wußte, daß er ihr wieder einmal hart auf den Fersen war.
Sie fuhr, als ob sie ihm entkommen wollte, mit gefährlich hoher Geschwindigkeit hinunter über den Common und über die Bayham Road, erst nach Süden am zypressengesäumten Friedhof vorbei, wo ihre Eltern lagen, und dann nach Osten durch die verschlafenen Wälder und Felder, wo sie als Kinder gespielt und Picknicks gemacht hatten.
Sie war jetzt sechsunddreißig Jahre alt und finanziell besser gestellt als je zuvor in ihrem Leben, aber überwältigt von Einsa