What should modern criminal law protection of images look like in the age of digital communication and social media? This question forms the basis for a wide-ranging analytical journey through the entire law of images, considering the legal-historical development of the protection of images as well as all relevant criminal offences.

Die Relevanz eines strafrechtlichen Bildnisschutzes ist im Zeitalter fortschreitender Digitalisierung und des neuen Primats sozialer Medien gewaltig. Allerdings ist der Bildnisschutz durch das Strafrecht nicht neu. Die Strafnorm der unerlaubten Verbreitung von Bildnissen existiert im Kunsturhebergesetz bereits seit über 100 Jahren. Doch mit Blick auf die Ubiquität der Bildnisverbreitung in modernen Darstellungsszenarien zeigt sich: Diese wird in der Gesellschaft als sozial übliche Berührung von Persönlichkeitsrechten anderer empfunden und nicht als strafbewehrte Rechtsverletzung. Wie hat ein moderner strafrechtlicher Bildnisschutz unter diesen Vorzeichen auszusehen? Diese Fragestellung bildet den Ausgangspunkt für eine weitreichende Analyse des gesamten Bildnisrechts unter Berücksichtigung aller insoweit relevanten Straftatbestände.

Autorentext
Geboren 1988; Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Tübingen; Erste juristische Staatsprüfung; 2022 Promotion; Akademischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Urheberrecht der Universität Tübingen.

Inhalt
Einführung und Bedeutung des Themas in der modernen Medienlandschaft
A. Moderne Kommunikationsplattformen: Soziale Netzwerke im Internet
B. Moderne Darstellungstechniken
C. Problemaufriss und weiterer Gang der Darstellung

Kapitel 1: Strukturprinzipien des Rechts am eigenen Bild im Zeitalter moderner Darstellungsszenarien
A. Charakteristika menschlicher Wahrnehmung von Personenbildern
B. Die Entwicklung des Rechts am eigenen Bild
C. Resultierende Strukturprinzipien des Rechts am eigenen Bild

Kapitel 2: Integration des Rechts am eigenen Bild in der modernen Rechtsordnung
A. Vorzeichnung des Rechts am eigenen Bild als Teil des allgemeinen Persönlichkeitsrechts
B. Verortung des Rechts am eigenen Bild im Grundgesetz
C. Ausgestaltung des strafrechtlichen Schutzes des Rechts am eigenen Bild
D. Der Einfluss der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) auf das Recht am eigenen Bild
E. Zusammenfassende Schlussfolgerungen zur Integration des Rechts am eigenen Bild in der modernen Rechtsordnung

Kapitel 3: Der Strafrechtliche Bildnisschutz in modernen Darstellungsszenarien de lege lata
A. Das Tatobjekt des Bildnisses im Sinne des § 22 KUG
B. Die Tathandlungen von § 33 KUG
C. Die Einwilligung nach § 22 S. 1 KUG
D. Einwilligungsfreie Veröffentlichungen nach § 23 KUG

Kapitel 4: Der strafrechtliche Bildnisschutz in modernen Darstellungsszenarien de lege ferenda
A. Unzulänglichkeiten des geltenden strafrechtlichen Bildnisschutzes in § 33 KUG
B. Eigener Vorschlag

Schluss
A. Rekapitulation der gewonnenen Erkenntnisse
B. Ausblick zur Notwendigkeit des strafrechtlichen Repräsentationsschutzes
Titel
Strafrechtlicher Bildnisschutz in modernen Darstellungsszenarien
EAN
9783161623660
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
Adobe-DRM
Dateigrösse
10.4 MB
Anzahl Seiten
768
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