Die jungen Detektive der Raben-Bande genießen gerade ihr wohlverdientes Eis, als plötzlich ein merkwürdiger Flyer ihren Weg kreuzt. Huch, was ist denn das? Aufmerksam und mit Schrecken lesen sie, dass im Ahnepark Giftköder ausgelegt werden und es bereits einige Hunde getroffen hat. Ein klarer Fall für die Raben-Bande, wie die Kinder finden. Wer unschuldigen Hunden etwas zuleide tut, dem sollte das Handwerk gelegt werden. Aufgeregt und voller Elan stürzen sich die Kinder in die Ermittlung und bringen mehr ans Tageslicht als nur den vermeintlichen Täter. Dabei begegnen sie auch der mysteriösen Frau aus einer anderen Zeit. Was hat sie mit dem Fall zu tun? Und werden es die Kinder schaffen, die Hunde zu retten? Seid dabei, wenn die Raben-Bande ihren zweiten Fall löst, und helft kräftig mit.

Sandra König wurde 1986 in Kassel geboren, seitdem lebt sie in Vellmar, einer Kleinstadt im Landkreis von Kassel. Schon zu ihrer Kinder- und Jugendzeit hat sie gerne Geschichten erfunden und aufgeschrieben. Den Traum, irgendwann ein eigenes Buch in der Hand zu halten, hatte sie bereits zu dieser Zeit. Im Herbst 2013 packte sie diesen beim Schopf und begann, Zeile für Zeile ihr Debüt zu schreiben. Melancholische Musik, ein Platz in der Sonne oder am Wasser, das sind für Sandra König die schönsten Orte und Gegebenheiten, um neue Ideen für ihre Geschichten zu sammeln. Immer mit dabei - ein Notizbuch, um alle Ideen, Gedanken oder Gefühle direkt festzuhalten. Am liebsten schreibt sie Geschichten für Kinder und Jugendliche.

Autorentext
Sandra König:Sandra König wurde 1986 in Kassel geboren, seitdem lebt sie in Vellmar, einer Kleinstadt im Landkreis von Kassel. Schon zu ihrer Kinder- und Jugendzeit hat sie gerne Geschichten erfunden und aufgeschrieben. Den Traum, irgendwann ein eigenes Buch in der Hand zu halten, hatte sie bereits zu dieser Zeit. Im Herbst 2013 packte sie diesen beim Schopf und begann, Zeile für Zeile ihr Debüt zu schreiben. Melancholische Musik, ein Platz in der Sonne oder am Wasser, das sind für Sandra König die schönsten Orte und Gegebenheiten, um neue Ideen für ihre Geschichten zu sammeln. Immer mit dabei - ein Notizbuch, um alle Ideen, Gedanken oder Gefühle direkt festzuhalten. Am liebsten schreibt sie Geschichten für Kinder und Jugendliche.

Leseprobe
Spurensuche im Ahnepark

Die Kinder aßen noch gemütlich ihr Eis auf, obwohl das gar nicht so einfach war, da die Wespen immer wieder um die Köpfe der Detektive flogen. Außerdem kreisten ihre Gedanken bereits um die armen Hunde, die vergiftet worden waren. Nervosität breitete sich unter den Detektiven aus. Sie wollten diesen Fall unbedingt lösen und den oder die Täter finden. Irgendwo in der Nähe mussten sie ihr Nest haben.

Nele hatte als Kleinste das größte Eis vor sich, war aber als Erste fertig. Schnell wischte sie sich den Mund ab und rutschte mit ihrem Stuhl ein Stück zurück. So summten die lästigen kleinen Viecher an ihr vorbei. Alex versuchte krampfhaft, sich nicht zu bewegen, wenn eine Wespe angeflogen kam, aber es fiel ihm sichtlich schwer. Schmunzelnd betrachtete Nele das Schauspiel der Großen, die sich so kleinen Lebewesen ausgeliefert sahen.

»Ich esse nie wieder im Sommer draußen! Das ist ja wirklich lästig.« Alex legte mürrisch seinen Löffel in den Eisbecher und schob diesen zur Seite. Schmollend verschränkte er die Arme vor der Brust, grummelte vor sich hin. Seinen Blick hatte er nach unten gesenkt, sodass man seine braunen Augen nicht mehr sehen konnte. Eigentlich strahlten sie stets Ruhe und Gelassenheit aus, aber in diesem Moment war der zwölfjährige Detektiv weder ruhig noch gelassen. Er war sauer, weil er sein Eis nicht in Ruhe genießen konnte. In diesem Jahr war es wirklich schlimm mit den Wespen. Musste an der Hitze liegen.

»Jetzt sei nicht so motzig. Wir essen die Tage einfach im Hauptquartier noch ein Eis«, schlug Ben seinem besten Freund Alex vor. Dabei zog er mit seiner Hand die khakifarbene Beanie-Mütze etwas ins Gesicht seines Freundes, um ihn zu ärgern. Sie war das Markenzeichen von Alex und verdeckte dabei nicht nur seine strubbeligen, braunen Haare, sondern sorgte auch dafür, dass er sich wohler fühlte. Sogar im Unterricht hatte er sie oft auf. Mehrfach hatte er deswegen bereits eine Verwarnung bekommen, weil er sie nicht abnehmen wollte. Einmal musste er sogar die Aula nach der Pause von Müll befreien, aber die Lehrer hatten es mittlerweile aufgegeben, ihn zu bitten, seine Mütze abzunehmen. Alex hatte sich jedes Mal lautstark gewehrt und etwas von Persönlichkeitsrechten und dem Recht nach freier Entfaltung und individuellem Ausdruck gefaselt. Ben musste gerade daran denken, wie sein Kumpel zuletzt vor der neuen Sportlehrerin gestanden und vehement protestiert hatte. Ein Lächeln huschte bei der Erinnerung über sein Gesicht. Alex stand eben ein für das, was ihm wichtig war. Allerdings hatte die neue Sportlehrerin keine Freude an der Mütze gehabt und ihn somit direkt zu einem Gespräch mit dem Direktor geschickt. Zwar hatte der junge Direktor ein wenig Verständnis für Alex aufgebracht, aber ihm auch erklärt, dass es im Sportunterricht viel zu warm für eine Mütze sei und dass er sich an die Regeln seiner Lehrerin zu halten habe. Alex hatte schließlich Einsicht und nahm seitdem die Mütze im Sportunterricht ab. Ansonsten drohte ihm ein Gespräch gemeinsam mit den Eltern beim Direktor. Das wollte er auf jeden Fall vermeiden.

Alex hob seinen Blick, dabei kam seine Nase zum Vorschein, die im Gegensatz zu seinen weichen Gesichtszügen eher spitz zulief. Ben wusste seinen ernsten Blick nicht einzuordnen und traute sich nicht, etwas zu sagen, doch Alex lachte mit einem Mal laut los. Der strenge Ausdruck verschwand.

Nach und nach stimmten alle Freunde mit ein, sodass die anderen Gäste sich bald zu ihnen umdrehten und ihnen mürrische Blicke zuwarfen. Und es stimmte, die Raben-Bande war nicht gerade leise.

»Würdet ihr euch bitte etwas leiser verhalten«, bat sie einer der Kellner, als er am Tisch der Kinder vorbeikam. »Es ist ja schön, wenn ihr euch amüsiert. Aber einige der Gäste fühlen sich bereits gestört. Etwas Rücksicht wäre nett.«

»Natürlich, Entschuldigung. Wir wollten eh grad gehen«, erwiderte Ben und nickte dem Kellner zu

Titel
Die Raben-Bande
Untertitel
Giftkder!
EAN
9783749424962
Format
E-Book (epub)
Altersempfehlung
8 bis 12 Jahre
Herausgeber
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
0.71 MB
Anzahl Seiten
312
Features
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet