Diese Studie entwirft eine Typologie des Verschwindens in der Literatur und spannt dabei den Bogen von vormodernen Texten bis hin zur unmittelbaren Gegenwartsliteratur. Überall auf der Welt verschwinden Menschen: Sie werden entführt, verschleppt, heimlich ermordet; sie verlaufen sich oder gehen einfach weg. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das Verschwinden als paradigmatisches Symptom der Moderne und Postmoderne angesehen werden kann. Untersucht werden zahlreiche literarische Texte, von Hawthorne über Poe, Borges, Auster bis hin zu Danielewski. Eine ausführliche Analyse gilt dem Werk Roberto Bolaños, der als Autor des Verschwindens schlechthin präsentiert wird.

Eine Theorie und Typologie menschlichen Verschwindens Breite Analyse nord- und lateinamerikanischer Literatur Mit einem Kapitel über das Werk Roberto Bolaños Includes supplementary material: sn.pub/extras

Autorentext
Sascha Seiler ist Akademischer Rat auf Zeit im Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und habilitierte sich 2016 mit der vorliegenden Arbeit.

Inhalt

I. Theorie des Verschwindens.- II. Verschwinden und Identitätsproblematik.- III. Verschwinden und Raum.- IV. Verschwinden in der historischen Zeit: Der argentinische Tod'.- V. Das poetologische Verschwinden.- VI. Roberto Bolaño: Autor des Verschwindens

Titel
Zwischen Anwesenheit und Abwesenheit
Untertitel
Die Figur des Verschwundenen in der Literatur der Moderne und Postmoderne
EAN
9783476055934
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
29.09.2016
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
2.8 MB
Anzahl Seiten
355
Auflage
1. Aufl. 2016
Lesemotiv