Die Aporie eines sozialistischen Individualismus Mit Barthes, Blumenberg und Lévi-Strauss liest Stefan Elit DDR-Romane und -Filme als paradoxe Auseinandersetzungen mit einer Mytho-Kulturpolitik.

Das Heldennarrativ des Sozialistischen Realismus ist als Vermittlungsform eines politischen Mythos der Moderne zu verstehen, der in der DDR vor allem durch massenkompatible Prosatexte und DEFA-Filme etabliert werden sollte. Je nach Mythentheorie (Barthes, Blumenberg oder Lévi-Strauss) wird ein anderer Aspekt des Phänomens deutlich und ergibt in der Summe ein differenziertes Bild einer ideologisierten Kulturentwicklung. Stefan Elits Analyse einer Reihe von einstmals bedeutenden, aber zum Teil in Vergessenheit geratenen DDR-Romanen und -Spielfilmen setzt sich mit einer Mythen-Kulturpolitik auseinander, deren kollektivistisches Ziel zunehmend in der Aporie eines sozialistischen Individualismus scheiterte.

Autorentext
Stefan Elit (PD Dr. phil.), geb. 1972, lehrt Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Paderborn und ist dort Geschäftsführer des Instituts für Germanistik. Er war an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Projekt »Goethe-Wörterbuch« beteiligt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Lyrik(theorie), Antikerezeption, Kulturpatriotismus, Empfindsamkeit, DDR-Literatur und -Film sowie Gegenwartsliteratur.
Titel
Von Heroen und Individuen
Untertitel
Sozialistische Mytho-Logiken in DDR-Prosa und DEFA-Film
EAN
9783839440384
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
10.45 MB
Anzahl Seiten
266
Lesemotiv