Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universitt Mnchen (IFKW), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Erforschung, welche sozialpsychologischen Ursachen unserem Verhalten bei der Bildung und Entstehung von Einstellungen oder Wertvorstellungen zugrunde liegen, geht bis in das Jahr 1877 zurck. Damals formulierte Pierre die Idee, der Mensch sei motiviert, feste berzeugungen zu gewinnen und Zweifel zu meiden. Personen, die sich ihrer widersprchlichen Gedankengnge bewusst wren, verspren einen unangenehmen Zustand und sind bestrebt einen widerspruchsfreien Zustand herzustellen. Im Jahr 1957 entwickelten Festinger und Carlsmith ihre Theorie der kognitiven Dissonanz, welche auf der Idee von Pierre basiert. Die Kernannahme, die der Theorie zugrunde liegt, ist: das zumindest einige Arten von Widersprchlichkeiten, Diskontinuitten oder Inkonsistenzen unserer Kognitionen Unbehagen erzeugen und neutralisiert werden mssen, um Ausgeglichenheit herzustellen. Diese Widersprche in unserem Denken lenken also das Verhalten. Und einfache Lenkungsmechanismen, wie sie die Theorie von Festinger beschreibt, nutzt die Industrie nur allzu gern verkaufstechnisch aus. Cialdini (1993) berichtet beispielsweise, auf Informationen eines Mitarbeiters aus der Spielwarenbranche zurckgreifend, dass vor Weihnachten knstliche Lieferengpsse spezieller, stark beworbener Produkte erzeugt werden, um diese dann im flauen Nachweihnachtsgeschft besser zu verkaufen. Eltern, die bei ihren Kindern begrndete Erwartungen auf eben diese speziellen Spielzeuge geweckt hatten, sie aber aufgrund des besagten Engpasses nicht rechtzeitig erwerben konnten, sahen sich gezwungen, dies nachzuholen, um ihr Versprechen einzulsen. Die Eltern bemhten sich also, ihr Glaubens- und Gedankensystem widerspruchsfrei zu machen. Auf dieser Konsistenzbestrebung basieren fast alle konsistenztheoretischen Modelle.