Wir leben in einer Zeit der harten Kämpfe um Anerkennung. Nicht nur im Zuge der großen Migration stellt sich die Frage nach Anerkennung und Abgrenzung neu. Auch in der Rede von den Abgehängten in unserer Gesellschaft klingt die prekär gewordene Verteilung von Anerkennung an. Die vorliegende Arbeit stellt vor diesem Hintergrund die verschiedenen sozialphilosophischen, psychoanalytischen und theologischen Konzepte einer Anerkennungstheorie vor. Ihr gemeinsamer Nenner: Sie alle verstehen den Menschen als ein Beziehungswesen, das von Anfang an abhängig ist vom Anerkannt-Werden. Entsprechend ist Nicht-Anerkennung eine Hauptursache von Konflikten familiärer wie gesellschaftlicher Art. Zur Förderung einer Kultur der Anerkennung könnte dabei der Religion eine entscheidende Bedeutung zukommen je nachdem, ob sie eine anerkennungsförderliche Funktion übernimmt oder eine, die Abgrenzungen verschärft.

Autorentext
Stefan Seidel, geboren 1978, ist Theologe und Psychologe. Er ist Leitender Redakteur der Wochenzeitung "Der Sonntag" und Autor mehrerer Essay- und Anthologiebeiträge. Er lebt in Leipzig.
Titel
Für eine Kultur der Anerkennung
Untertitel
Beiträge und Hemmnisse der Religion
EAN
9783429063832
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Veröffentlichung
01.02.2018
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Anzahl Seiten
224
Größe
H20mm x B12mm
Lesemotiv