Der erste Band einer Geschichte professioneller Kontrolle' untersucht, wie es im Mittelalter, einer Zeit, in der er noch keinen Staat per se gab, gelang, die vom orthodoxen Glauben abweichenden Ketzer systematisch auszurotten, um damit ein Leitbild für alle künftigen Kontroll-Institutionen von der frühneuzeitlichen Hexenverfolgung über die Geschichte der Psychiatrie bis hin zur gegenwärtigen Drogenpolitik zu schaffen. Am Beispiel der Inquisition der Katharer im französischen Languedoc während des 12. und 13. Jahrhunderts wird deren machtpolitischer, religiös-mentaler und kultureller Hintergrund beschrieben. Dabei gewinnt der 200-jährige Kontakt mit einer fortgeschritteneren und toleranteren islamischen Kultur während der spanischen Reconquista und der Kreuzzüge ins Heilige Land eine besondere aktuelle Bedeutung.




Die Geschichte der Katharer soziologisch betrachtet Soziale Kontrolle in ihrer Ursprungsform Ein innovativer Blick in die Geschichte der Kontrolle Includes supplementary material: sn.pub/extras

Autorentext
Prof. Dr. Stephan Quensel ist Jurist und Kriminologe. Bis zu seiner Pensionierung 2002 war er Professor auf dem Lehrstuhl für Resozialisation und Rehabilitation im Studiengang Soziologie der Universität Bremen.

Inhalt
Orte und Zeiten. Ein Reisebericht.- Der polit-ökonomische Rahmen.- Die religiös kirchliche Dimension.- Der kulturelle Überbau'.- Die Inquisition.- Fazit: Die Erfindung eines Kontrollapparates.
Titel
Ketzer, Kreuzzüge, Inquisition
Untertitel
Die Vernichtung der Katharer
EAN
9783658151386
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
09.11.2016
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
2.71 MB
Anzahl Seiten
246
Auflage
1. Aufl. 2017
Lesemotiv