Susanne Brüggen führt eine qualitative Analyse aktueller Ratgeberliteratur zu Sterben, Tod und Trauer durch. Die Auswertung ergibt - je nach der Problematisierung des Todes - drei verschiedene Beratungstypen: 'Intervention', 'Mediation' und 'Selbsthilfe'. Experteninterviews aus der Praxis von Ärzten, Seelsorgern und Bestattern zeigen darüber hinaus eine gewisse 'Arbeitsteilung' zwischen dem gefühlten, verzauberten Tod der Texte und dem meist körperbezogenen Handeln in Krankenhaus und Bestattung. Der Tod der Moderne ist demnach eine keineswegs verdrängte, sondern eine je bereichsspezifisch wahrgenommene und bearbeitete Angelegenheit.

Dr. Susanne Brüggen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Thurgau (CH) und ist dort am Aufbau eines neuen Forschungsschwerpunkts zum Thema Mediensozialisation beteiligt.

Die vorliegende Arbeit wurde im Frühjahr 2004 als Dissertationsschrift vom Promotionsausschuss der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Ludwig Maximilians-Universität angenommen. Gutachter waren Prof. Dr. Armin Nas sehi und PD Dr. Stefan Kühl. Abgesehen von mir sind an der Fertigstellung der Arbeit viele andere Menschen - mehr oder weniger direkt ~ beteiligt gewesen. Bei ihnen möchte ich mich an dieser Stelle bedanken. Zuallererst sind hier als (offizielle und inoffizielle) Betreuer der Arbeit zu nennen: Arm in Nassehi und Nina Degele. Daneben geht der Dank an die ehemaligen Mitarbeiter des DFG Forschungsprojekts "Todesbilder in der modernen Gesellschaft~ Strukturen der Endlichkeitserfahrung", insbesondere an lrmhild Saake und Uschi Niese!. Bei den verdanke ich wertvolle Kritik und anderweitige Unterstützung. Sehr hilf reich ftir mich waren außerdem alle Teilnehmer des Colloquium sociologicum am Lehrstuhl Prof. Dr. Armin Nassehi, die mir mehrfach Gelegenheit gaben, mein Projekt vorzustellen. Ihnen danke ich ftir Geduld, Interesse, kritische Fra gen (v. a. Hubertus Niedermaier) und viele, viele wichtige Anregungen. Und was hätte ich schließlich gemacht ohne die Hilfe von Eveline Reisenauer, Elke Wagner, Lilian Brandstätter, Gisela Döring und Katharina Brüggen beim Fertig stellen der Arbeit? Abgesehen davon lässt sich so eine Arbeit auch nicht durch stehen ohne ein soziales Umfeld, das die Höhen und Tiefen des Prozesses be gleitet und toleriert. Hier geht mein Dank mehr oder weniger unspezifisch an alle Genannten sowie an: meine Eltern und Geschwister, Freunde und befreun dete Kollegen. Sie alle haben durch Mit-Leiden (Jorge Galindo) oder bloße Präsenz geholfen. München, 17. 03.

Umfassende Analyse der aktuellen Ratgeberliteratur

Vorwort
Der Tod in der Moderne - verdrängt oder "bearbeitet"?

Autorentext
Dr. Susanne Brüggen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Thurgau (CH) und ist dort am Aufbau eines neuen Forschungsschwerpunkts zum Thema Mediensozialisation beteiligt.

Inhalt
1. Einleitung.- 2. Bezugsprobleme einer Soziologie des Todes im Vergleich.- 3. Beratung und Expertenwissen.- 4. Wie untersucht man Beratung? Methodendiskussion.- 5. Letzte Ratschläge'.- 6. Letzte Taten'.- 7. Resümee.- Siglenverzeichnis der zitierten Ratgeberliteratur.- Erklärung zur Transkription der Interviews.
Titel
Letzte Ratschläge
Untertitel
Der Tod als Problem für Soziologie, Ratgeberliteratur und Expertenwissen
EAN
9783663106647
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
27.02.2015
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
25.81 MB
Anzahl Seiten
258
Auflage
2005
Lesemotiv