Mit der Trilogie "Stalingrad - Moskau - Berlin" entwirft Theodor Plievier ein breit angelegtes Panorama des Zweiten Weltkriegs an der Ostfront und seines Endes im zerstörten Reich. In dokumentarisch geschärfter, zugleich erzählerisch eindringlicher Prosa verbindet er individuelle Schicksale mit militärischen und politischen Prozessen: die Einkesselung und Vernichtung in "Stalingrad", die sowjetische Gegenbewegung in "Moskau" und den Zusammenbruch des Nationalsozialismus in "Berlin". Plieviers Stil ist sachlich, vielstimmig und von einer reportagenahen Nüchternheit geprägt, die das Werk in die Tradition des politischen Zeitromans und der antifaschistischen Exilliteratur stellt. Plievier, 1892 geboren, war nicht nur Schriftsteller, sondern ein Autor, dessen Leben von Krieg, Revolution, politischer Verfolgung und Exil bestimmt wurde. Seine Erfahrungen als Soldat im Ersten Weltkrieg, seine Nähe zu sozialrevolutionären Milieus und seine Emigration vor dem NS-Regime schärften seinen Blick für Gewaltapparate, ideologische Verblendung und die Zerstörung des Menschen im Krieg. Diese biographische Prägung erklärt die moralische Dringlichkeit, mit der er historische Realität literarisch fasst. Diese Trilogie empfiehlt sich allen, die den Krieg nicht als Abfolge von Schlachten, sondern als menschliche, politische und moralische Katastrophe begreifen wollen. Wer historisch fundierte, literarisch dichte und intellektuell anspruchsvolle Prosa sucht, wird hier ein Werk von bleibender Erkenntniskraft finden.

Titel
Stalingrad - Moskau - Berlin
Untertitel
Ostfront und Frontalltag zwischen Wehrmacht und Rotarmisten im dokumentarischen Antikriegsroman
EAN
9788028525156
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.65 MB