Der Autor deckt auf, wie unwissenschaftlich und irrational auch heute noch Kritik an Freud geübt wird. Er gibt einen systematischen Überblick über die Rezeptionsgeschichte der Psychoanalyse, diskutiert wissenschaftliche Prioritätsfragen und stellt in chronologischer Reihenfolge Schriften bekannter Autoren der Anti-Freud-Literatur vor.

Freuds psychoanalytische Theorie bietet aufgrund ihrer besonderen Methodik und ihrer brisanten Inhalte zahlreiche Angriffspunkte, mit denen man sich fundiert auseinandersetzen muss. Doch stattdessen finden sich häufig persönliche Angriffe gegen Freud vermischt mit einer bemerkenswerten Unkenntnis seiner tatsächlichen Thesen. Auf dieser Basis werden öffentlichkeitswirksame, oft moralisch motivierte Widerlegungsversuche unternommen, die weit an den eigentlichen Aussagen vorbeigehen, sie verzerren oder in ihr Gegenteil verkehren. Thomas Köhler deckt auf, wie unwissenschaftlich und irrational auch heute noch Kritik an Freud geübt wird. Er gibt einen systematischen Überblick über die Rezeptionsgeschichte der Psychoanalyse, diskutiert wissenschaftliche Prioritätsfragen und stellt die Schriften bekannter Autoren der Anti-Freud-Literatur vor, die oft bereits durch ihre formalen Mängel negativ auffallen.

Das Buch richtet sich an alle, die sich für Freuds Psychoanalyse interessieren und schon immer wissen wollten, was man ihr tatsächlich entgegenzusetzen hat.

Autorentext
Thomas Köhler studierte an der Universität München Medizin, Psychologie und Mathematik. Nach kurzer Tätigkeit als Arzt war er Assistent an den psychologischen Instituten der Universitäten Düsseldorf, Würzburg und Hamburg. An der Universität der Bundeswehr Hamburg habilitierte er sich 1990 für das Fach Psychologie und ist seitdem dort als Privatdozent tätig. 1997 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Er lehrt an verschiedenen Ausbildungsinstituten und hatte diverse Vertretungsprofessuren inne, zuletzt 2012-2018 für die Klinische Psychologie an der Universität Hamburg. Stand: Januar 2020

Inhalt
Vorwort 1. Einleitung und Uberblick 2. Die Anti-Freud-Literatur 2.1 Freud-Biografik und fruhe kritische Literatur zur Psychoanalyse 2.2 Die Psychoanalyserezeption im Deutschland der NS-Zeit 2.3 Grundtypische Zuge der Anti-Freud-Literatur, erlautert an Emil Ludwigs Der entzauberte Freud Kretschmer, Thornton, Eysenck, Eschenroder, Zimmer, Israels, Selg, Onfray, Fromm, Ellenberger und Sulloway 3. Prioritatsfragen oder: Hat Freud nur abgeschrieben? 4. Die Rezeption der fruhen Psychoanalyse: Darstellung, Kritik und Gegenkritik 5. Freuds Aufgabe der sogenannten Verfuhrungstheorie und die Mutmaßungen uber seine Grunde (Masson, Krull) 6. Zur Kritik und Neuinterpretation der Fallgeschichte vom »Kleinen Hans« (Wolpe und Rachman) 7. Die Psychoanalyse-Kritik Grunbaums, dargestellt anhand seiner Diskussion der Fehlleistungstheorie Literatur Register
Titel
Freud-Bashing
Untertitel
Vom Wert und Unwert der Anti-Freud-Literatur
Vorwort von
EAN
9783837968415
Format
E-Book (pdf)
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
2.49 MB
Anzahl Seiten
230
Auflage
Kompl. überarb., erw. u. akt. Neuausg. 2016 [1996]
Lesemotiv