Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Technische Universitt Berlin (Germanistik), Veranstaltung: Lyrik nach 1945, Sprache: Deutsch, Abstract: Nur wenige Lyriker gewhren uns das Vergngen, einen so tiefen Einblick in die Entstehung und die Analyse ihrer Arbeit zu nehmen, wie es Walter Hllerer mit seinem Gedicht "Ich sah ich hrte" getan hat. Namhafte Kollegen, wie Bachmann, Celan und Eich, lehnten eine derartige Transparenz ab. Dabei geht es selbstverstndlich nicht darum, problematische lyrische Texte einem ungeduldigen Leser in anderen, einfacheren Worten vorzukauen, sondern allenfalls um eine Geste auf eine intendierte Deutungsrichtung. Ein Grund fr Hllerers Offenlegung mag eine gewisse Konsequenz sein, angedenk seiner vielbeachteten, anregenden und richtungs-weisenden theoretischen Schriften ber die Dichtkunst, als Lyriker selbst einmal in den Spiegel seiner Theorie zu schauen. Eine Theorie im brigen, die auf Dogmatismus verzichtet und sich dank Hllerers Weitsicht als ausdrcklich an ihre Zeit gebunden betrachtet.