Zu lange war Europa ein Thema für Sonntagsreden, nun steht es im Zentrum geopolitischer Debatten. Wie kann sich unser Kontinent gegen die imperialistischen Großmächte behaupten? Timothy Garton Ash zeigt, was Europa besonders macht: seine politische Verfassung als Staatenbund, seine säkulare Gesellschaft, die auf eine tiefreligiöse Vergangenheit zurückblickt, sein Einfluss auf den ganzen Globus, der freilich auf den Kolonialismus zurückgeht. Europa setzt sich aus vielen Teilen zusammen, spricht in unterschiedlichen Sprachen und bringt ganz verschiedene Erfahrungen zusammen: Sollten wir das nicht als Stärke begreifen, wenn es um die großen Linien der Weltpolitik geht?
Autorentext
Timothy Garton Ash, 1955 geboren, ist Professor für Europäische Studien an der Universität Oxford und Senior Fellow an der Hoover Institution der Stanford University, daneben schreibt er regelmäßig für wichtige internationale Zeitungen und Zeitschriften. 2017 wurde er mit dem Karlspreis geehrt. Er lebt in Oxford. Bei Hanser sind zuletzt erschienen: 'Redefreiheit. Prinzipien für eine vernetzte Welt' (2016), 'Ein Jahrhundert wird abgewählt. Europa im Umbruch 1980-1990' (erw. Neuausgabe 1989/2019) sowie 'Europa. Eine persönliche Geschichte' (2023).