Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Unter anderem gingen auch mehrere Spielfilme im ZDF mit Millionen Zuschauern daraus hervor. Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. 'Der Bergpfarrer' wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie 'Irrlicht' und 'Gaslicht' erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz. E-Book 51: Liebe, die der Himmel schenkt E-Book 52: Wir glauben an das Glück! E-Book 53: Vroni muß sich entscheiden E-Book 54: Wenn zwei Herzen sich finden E-Book 55: Gefangene der Liebe E-Book 56: Stunden der Glückseligkeit E-Book 57: So hart kann ein Herz nicht sein E-Book 58: Alles Glück der Erde E-Book 59: Unter falschem Verdacht E-Book 60: Ein ungeliebtes Erbe E-Book 61: Weil ich zu dir gehör'! E-Book 62: Nur durch deine Liebe E-Book 63: Ewiger Streit im Wachnertal E-Book 64: Der Mann ihres Herzens E-Book 65: Wen das Schicksal straft E-Book 66: Eine Lüge kann ich nicht verzeihen E-Book 67: Liebe für ein ganzes Leben... E-Book 68: Schau nicht zurück, Christine E-Book 69: Das Schicksal reist immer mit E-Book 70: Sie war nur eine Magd E-Book 71: Ein Madl aus dem Wachnertal E-Book 72: Die geborgte Braut E-Book 73: Der lange Weg zum Glück E-Book 74: Thomas und das Kirmesmadel E-Book 75: Da war nur einer, der sie liebte E-Book 76: Wie könnte ich jemals von dir lassen E-Book 77: Wenn das Herz spricht E-Book 78: Ein junger Arzt in Nöten E-Book 79: Mit dir kam das Glück zu mir E-Book 80: Er kannte nur ihren Namen E-Book 81: Rivalen um Franziskas Liebe E-Book 82: Stille Tränen - neues Glück? E-Book 83: Wo das Edelweiß blüht... E-Book 84: Vronis einsame Liebe E-Book 85: Ein gewagtes Spiel E-Book 86: Sehnsucht, die nie vergeht E-Book 87: Bergtour ins Glück? E-Book 88: Liebe, die wie Feuer brennt E-Book 89: Die Vergangenheit schweigt E-Book 90: Florian, kämpfe um deine Liebe! E-Book 91: Mit den Augen der Liebe E-Book 92: Bis sich ihre Herzen fanden... E-Book 93: Es war nur ein schöner Traum E-Book 94: Das Schicksal der Prachnerbäuerin E-Book 95: Nie vergeß ich diesen Tag E-Book 96: Das Glück blüht uns am Wendelstein E-Book 97: Franzi und der Mann aus der Fremde E-Book 98: Liebe gegen jede Vernunft E-Book 99: Glück und Leid auf dem Brennerhof E-Book 100: Zuflucht in St. Johann

Leseprobe

»Wo steckt denn bloß der Tobias?« fragte der Brandtnerbauer ungehalten und sah auf die Uhr. »Schon nach sechs, und der Bursche ist immer noch net aufgestanden.«

Maria Brandtner, seine Frau, zuckte die Schultern.

»Andrea, schau doch mal nach, was da los ist«, sagte sie zu ihrer Tochter. »Das kennt man doch gar net von ihm. Hoffentlich ist er net krank. Gestern abend hat er gar net gut ausgesehen, und über Bauchschmerzen hat er auch geklagt.

Die dreiundzwanzigjährige Bauerntochter stellte die Kaffeekanne auf den Tisch. Sie nickte.

»Hast recht, Mutter, der Tobias ist sonst die Pünktlichkeit in Person. Da stimmt was net.«

Sie verließ die Küche, eilte durch die Diele zur Haustür und überquerte rasch den Hof. Rechts vom Bauernhaus lag das Gesindehaus. Früher hatte es mehr, als nur einen Knecht gegeben, da hatten zuweilen bis zu acht Knechte und Mägde auf dem Hof gearbeitet. Doch im Laufe der Jahre war vieles anders geworden. Jetzt war nur noch der alte Tobias übriggeblieben, der schon seit mehr als vierzig Jahren auf dem Brandtnerhof lebte. Der Vater des jetzigen Bauern hatte ihn noch damals eingestellt.

Daran dachte die hübsche, dunkelhaarige Andrea aber nicht, als sie an die Tür zur Kammer klopfte, die der Knecht bewohnte.

»Tobias«, rief sie. »Bist' wach?«

Lauschend legte das Madel den Kopf an die Tür und erschrak. Von drinnen war ein leises Stöhnen zu vernehmen.

»Tobias?«

Das Stöhnen wurde lauter. Kurz entschlossen drückte Andrea die Klinke herunter und trat ein. Der Knecht lag in seinem Bett. Er hatte die Augen halb geschlossen. Kreidebleich war er, und auf seiner Stirn standen Schweißperlen. Die Bauerntochter beugte sich über ihn. Mit fiebrigem Blick starrte er sie an.

»Himmel, was ist mit dir?« fragte sie entsetzt. »Du siehst ja schlimm aus.«

»Mein Bauch«, klagte Tobias. »Er tut so fürchterlich weh.«

»Warte«, sagte Andrea. »Ich hole die Mutter, und am besten rufen wir den Doktor an.«

»Nein, nein, net den Doktor«, grantelte Tobias. »Vielleicht tut's ja auch eine Wärmflasche.«

Das Madel schüttelte den Kopf und lief ins Haus zurück.

»Was ist denn los?« wollte der Bauer wissen.

»Ich weiß net«, erwiderte die Tochter. »Es geht ihm sehr schlecht, aber er will keinen Arzt.«

»Natürlich rufen wir den Doktor«, entschied ihre Mutter und eilte ans Telefon.

Die Nummer des Dorfarztes stand auf einem Block, der gleich daneben lag. Maria Brandtner wählte mit fliegenden Fingern. Trotz der frühen Stunde wurde nach dem zweiten Klingeln abgenommen, und Dr. Wiesinger meldete sich. Die Bäuerin schilderte den Notfall.

»Ich fahr' sofort los«, versprach der Arzt.

»Soll ich dem Tobias einen Kamillentee kochen?« fragte Andrea.

»Besser net«, erwiderte ihre Mutter mit einem energischen Kopfschütteln. »Wenn er womöglich ins Krankenhaus muß, dann darf er nix essen und trinken, falls er operiert werden muß.«

»Krankenhaus? Operieren?«

Der Brandtnerbauer sah seine Frau entsetzt an.

»Nun mal bloß net den Teufel an die Wand«, sagte er. »Das fehlt gerad' noch, daß der Tobias ins Krankenhaus muß und für Wochen ausfällt. Wo soll ich denn jetzt so schnell Ersatz hernehmen?«

»Also, Mann!«

Deutlich war die Empörung in der Stimme seiner Frau zu hören.

»Wenn das deine einz'ge Sorge ist! Dann mußt' eben seh'n, daß du einen Knecht einstellst. Es ist ja wohl wichtiger, daß der Tobias wieder gesund wird.«

»Du bist gut«, antwortete ihr Mann. »Es ist Erntezeit. Da sind die guten Kräfte längst alle irgendwo untergekommen. Wer jetzt noch keine Arbeit hat, ist ein Hallodri und taugt nix. Und ausgerechnet jetzt ist der Bub net da.«

Alois Brandtner meinte seinen Sohn Wolfgang, der seit einem halben Jahr bei der Bundeswehr war und seinen Wehrdienst ableistete. Leider oben in Norddeutschland, weshalb auch nicht damit zu rechnen war, daß er an den Wochenenden nach

Titel
E-Book 51-100
Untertitel
Der Bergpfarrer Paket 2 - Heimatroman
EAN
9783740952006
Format
E-Book (epub)
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
4.18 MB
Anzahl Seiten
3200
Features
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet