Als die Rehauer Polizei nach der Erstürmung des Feilenhauer-Bierkellers ein Blutbad entdeckt, stellen sich die Erweiterungspläne der Stadtbräu in einem völlig neuen Licht dar: Die übel zugerichteten Opfer gehen offenkundig auf das Konto der Mafia. Wer ist der Pate, der der kleinen Rehauer Brauerei schmutziges Geld gibt? Und welche Rolle spielt die mysteriöse Konkurrenz im Ausland? Kommissar Wunderlich und Bürgermeister Angermann werden Zeugen eines finsteren Duells zwischen dem Stadtbräu-Geschäftsführer Katschenbacher und dem geheimnisvollen Italiener Mezzomaiore, die ein bizarrer Zufall zu Feinden werden ließ. Dass Oppositionsführer Ulrich Wolk spurlos verschwindet und ein alptraumhafter Mordanschlag auf eine Rehauer Musikkapelle geschieht, macht das Drama perfekt. Am Ende jedoch bringt Wunderlich selbst das größte Opfer.
Autorentext
Leseprobe
Prolog Fünf Tage, nachdem man Ulrich Wolks Überreste aus dem Beton ausgegraben hatte, war endlich Zeit, um zu trauern. REH-AU 1 parkte nicht oft vor dem Friedhofsgelände an der Jobststraße, aber wenn, dann kündete des Bürgermeisters Dienstwagen davon, dass ein ganz Großer gegangen war. Er hat dieser Stadt unschätzbare Dienste erwiesen, versuchte Angermann zu trösten. Er hat sie den Fängen der Mafia wieder entrissen. Es wird trotzdem schwer werden. Ulrike Wunderlich sprach mit gebrochener Stimme. Er hat so vielen das Leben gerettet, und jetzt muss ich so früh auf ihn verzichten. Ich weiß, entgegnete er mitfühlend. Es gibt keine Worte dafür, wie schwer es ist. Ich habe so etwas ja auch noch nie erlebt. Ein solches Verbrechen, eine solche Niedertracht. Und er hat sich geopfert. Sie machten beide eine lange Pause, um zur Besinnung zu kommen nach all dem, was passiert war. Aber trotzdem, glaub mir. Der Tag wird kommen, an dem du wieder lächeln kannst. So standen sie gemeinsam schweigend da und sahen dem schwarzen Wagen der Bestattungsanstalt Pietät bis zum Schluss nach, wie er würdevoll den endlosen Hauptweg entlang zu Kommissar Wunderlichs Grab schlich.
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Torsten von Wurlitz, Pseudonym von Torsten Küneth, wurde 1970 in Rehau geboren und lebte hier bis ins junge Erwachsenenalter. Bis Mitte der neunziger Jahre war er in seiner Heimatstadt politisch aktiv, bevor er nach seinem Studium in München dort seine Tätigkeit für einen Versicherungskonzern begann. Der promovierte Mathematiker, passionierte Rennradler und internationale Tischtennisschiedsrichter engagierte sich anschließend lange in der Rehauer Sportwelt und gab im Jahr 2014 mit "Flussperlmuschel" sein Krimi-Debüt in der Stadt, der er bis heute eng verbunden ist. Mit "Kartoffeldenkmal" folgte Ende 2015 der zweite Roman. Küneth lebt mit seiner Frau im oberbayerischen Weilheim. www.reh-gionalkrimi.de
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Prolog Fünf Tage, nachdem man Ulrich Wolks Überreste aus dem Beton ausgegraben hatte, war endlich Zeit, um zu trauern. REH-AU 1 parkte nicht oft vor dem Friedhofsgelände an der Jobststraße, aber wenn, dann kündete des Bürgermeisters Dienstwagen davon, dass ein ganz Großer gegangen war. Er hat dieser Stadt unschätzbare Dienste erwiesen, versuchte Angermann zu trösten. Er hat sie den Fängen der Mafia wieder entrissen. Es wird trotzdem schwer werden. Ulrike Wunderlich sprach mit gebrochener Stimme. Er hat so vielen das Leben gerettet, und jetzt muss ich so früh auf ihn verzichten. Ich weiß, entgegnete er mitfühlend. Es gibt keine Worte dafür, wie schwer es ist. Ich habe so etwas ja auch noch nie erlebt. Ein solches Verbrechen, eine solche Niedertracht. Und er hat sich geopfert. Sie machten beide eine lange Pause, um zur Besinnung zu kommen nach all dem, was passiert war. Aber trotzdem, glaub mir. Der Tag wird kommen, an dem du wieder lächeln kannst. So standen sie gemeinsam schweigend da und sahen dem schwarzen Wagen der Bestattungsanstalt Pietät bis zum Schluss nach, wie er würdevoll den endlosen Hauptweg entlang zu Kommissar Wunderlichs Grab schlich.
Titel
Blutbräu
Untertitel
Kommissar Wunderlichs dritter Fall
Autor
EAN
9783948397074
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
Adobe-DRM
Dateigrösse
2.74 MB
Anzahl Seiten
324
Auflage
Erstausgabe
Lesemotiv
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