Die vorliegende Arbeit behandelt die erstmalige, eindeutige, experimentelle Realisierung der magnetischen Austauschkraftmikroskopie (MAKM). Die MAKM basiert auf der Rasterkraftmikroskopie (hier im dynamischen Nichtkontaktmodus) und erlaubt die atomar aufgelste, spinsensitive Abbildung von Oberflchen, unabhngig von deren elektrischer Leitfhigkeit, durch Messung der kurzreichweitigen magnetischen Austauschkrfte zwischen den Spins des vordersten Atoms der Messsonde und dem darunterliegenden Probenatom. Im ersten Teil der Arbeit wird das generelle Konzept der magnetischen Austauschkraftmikroskopie erklrt und es werden die experimentellen Anforderungen diskutiert. Auerdem wird ausfhrlich auf Techniken zur Prparation und Charakterisierung der verwendeten Messsonden und der Proben eingegangen. Die Messergebnisse werden im zweiten Teil der Arbeit vorgestellt. In einem Magnetfeld mit einer Flussdichte von 5 T wurden Messungen bei einer Temperatur von 8 K durchgefhrt, bei denen mit Hilfe einer eisenbeschichteten Messsonde simultan die chemische (11)- und die magnetische (21)-Oberflcheneinheitszelle der (001)-Oberflche des antiferromagnetischen Isolators NiO abgebildet werden konnte. Der magnetische Kontrast ist dabei sowohl im Topographie- als auch im Dissipationskanal sichtbar. In manchen der auf diese Weise gemessenen Bilder treten diskrete nderungen im magnetischen Kontrast auf, die mit Umkonfigurationen des vordersten Spitzenendes erklrbar sind. Auerdem wurden mit nickel- bzw. gadoliniumbedampften Messsonden auf der NiO(001)-Oberflche sowie mit eisenbedampften Messsonden auf der MnO(001)-Oberflche Messungen im Magnetfeld durchgefhrt, bei denen die atomar aufgelste Abbildung der chemischen Einheitszelle gelang, eine magnetische Abbildung jedoch nicht mglich war. Bei weiteren Messungen wurde mittels atomar aufgelster Rasterkraftspektroskopie mit einer nickelbeschichteten Messsonde ein Spektroskopiefeld aus 6464 Kurven auf der NiO(001)-Oberflche aufgenommen. Durch eine Optimierung der Messparameter und aufgrund der groen Stabilitt des verwendeten Mikroskops gelang es, eine praktisch driftfreie Messung durchzufhren. Allerdings war es nicht mglich, in diesem Messmodus magnetische Auflsung zu erzielen. Jedoch konnten aus den Messdaten das Wechselwirkungspotential, die Kraft, sowie die dissipierte Energie zwischen Spitze und Probe mit hoher rumlicher Auflsung rekonstruiert werden. Bei der Analyse der Spektroskopiefelder lag das Hauptaugenmerk nicht wie blich auf den Eigenschaften der Probe, sondern es wurde die Wechselwirkung der Spitze mit der symmetrischen (001)-Oberflche der Probe ausgenutzt, um Aussagen bezglich der Struktur und der Relaxationseffekte der vordersten Spitzenatome zu machen.