Die Reform des deutschen Staatsangehörigkeitsrechts war in den letzten Jahren Gegenstand zahlreicher, emotional aufgeladener Debatten. Wie aber hat sich dieses Recht historisch entwickelt? Gironda zeichnet Entwicklung und spezifische Ausprägungen in einem Vergleich zwischen Deutschland und Italien im 19. und frühen 20. Jahrhundert nach. Er geht der Frage nach, inwiefern die Staatsangehörigkeit mit ihren gesellschaftlichen und politischen Bezügen den Prozess der Nationsbildung als etwas Reales greifbar macht. Dabei wird deutlich, auf welche gesellschaftspolitischen und sozioökonomischen Bedingungen die Staaten bei der Erfassung der modernen Staatsangehörigkeit reagierten und wie eng das Fortleben des Abstammungsprinzips mit den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Eigenarten verbunden war.



Autorentext

Vito Gironda ist seit 2021 apl. Professor für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Bielefeld; 2016 und 2022 war er Gastprofessor an der Universität Bologna und seit 2017 ist er Redaktionsmitglied von "Storicamente. Rivista di storia Università di Bologna".

Titel
Die Politik der Staatsbürgerschaft
Untertitel
Italien und Deutschland im Vergleich 1800-1914
EAN
9783647368481
Format
E-Book (pdf)
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
1.64 MB
Anzahl Seiten
354