Der große Gesellschaftsroman des polnischen Nobelpreisträgers - in einer aktuellen, neu durchgesehenen Übersetzung
'Für mich ist Lodz eine geradezu mystische ökonomische Macht, egal, ob eine schlechte oder eine gute, aber eine Macht, deren Einfluss immer größere Kreise von Menschen erfasst.' W adys aw Reymont
In der Manier des Reporters und mit den erzählerischen Mitteln der Satire schuf W adys aw Reymont ein monumentales erzählerisches Panorama des aufstrebenden Lodz. Die Stadt wandelte sich in 'wahrhaft amerikanischem' Tempo von einem Dorf zu einem gigantischen Industriezentrum. Das 'polnische Manchester' war geboren.
In diesem Schmelztiegel der Nationen und Religionen herrscht ein Kampf 'aller gegen alle und alles', ein ständiger Wettstreit um wirtschaftlichen Aufstieg und öffentliches Renommee. Doch es gibt drei Freunde, die unterschiedlicher kaum sein könnten und gemeinsame Sache machen wollen: Der Pole Karol Borowiecki, der Jude Moritz Welt und der Deutsche Max Baum gründen zusammen eine Fabrik. Kann ihr Vorhaben gelingen - oder müssen sie an den Bedingungen scheitern?
Ein hochaktueller, aufwühlender Roman zum 100. Todestag des polnischen Literaturnobelpreisträgers - die Neuausgabe präsentiert ihn in einer vollständig neu bearbeiteten Übersetzung und mit einem Nachwort von Marta Kijowska.
Autorentext
W adys aw Reymont (1867-1925) gilt als Chronist des Lebens der kleinen Leute in Polen. 1924 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Bis er vom Schreiben leben konnte, hatte er einen schweren Weg zurückgelegt. Seine Familie war strikt gegen seinen Traum vom Leben als freier Schriftsteller und versagte ihm jede Unterstützung. Er schlug sich u. a. als Wanderschauspieler durch, bis ihm seine Erzählungen und Reportagen erste Erfolge einbrachten. Heute ist er vor allem für seine großen Romane bekannt. Seit 2005 heißt der Flughafen der Stadt Lodz W adys aw-Reymont-Flughafen.