Für die moderne Kunst lässt sich kein größerer Gegensatz vorstellen als der von Akademie und Avantgarde: Auf der einen Seite die weltfremde Hochburg autoritärer Traditionalisten, auf der anderen das turbulente Milieu radikaler Erneuerer. Dabei war die Schnittmenge der beiden Gegenspieler größer, als es scheint: Mit ihrem Spannungsverhältnis wird die Geschichte der modernen Kunst in einer völlig neuen Perspektive sichtbar. Der Spannungsbogen setzt ein mit dem Maler Asmus Jakob Carstens, der 1792 seine Berliner Akademieprofessur aufkündigte, und endet mit Joseph Beuys, der 1972 fristlos entlassen wurde. Dazwischen liegen zwei Jahrhunderte, in denen Akademien und Avantgarden den Strukturwandel der Kunstöffentlichkeit prägten: Die Modernisierung der Kunst war ihre gemeinsame Leistung. Walter Grasskamp schildert die Entwicklung in Deutschland und Frankreich in einer Mischung aus orientierendem Überblick und anschaulichen Momentaufnahmen. Er geht dabei weder flächendeckend noch enzyklopädisch vor, sondern verfährt, auch im Interesse der Lesbarkeit, exemplarisch. Dabei werden die Mythen des Avantgardismus ebenso befragt wie die Klischees eines Antiakademismus, der bis heute fortgeschrieben wird.
Autorentext
Autorentext
Walter Grasskamp ist Kunstkritiker und lehrte von 1984 bis 2016 als Professor für Kunstgeschichte an Hochschulen für Design in Münster und Aachen, zuletzt an der Akademie der Bildenden Künste in München.
Titel
Akademie und Avantgarde
Untertitel
Wie die Kunst modern wurde
Autor
EAN
9783406842993
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Genre
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
11.56 MB
Anzahl Seiten
640
Auflage
1. Auflage
Lesemotiv
Laden...
Unerwartete Verzögerung
Ups, ein Fehler ist aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.