In der 2. Auflage dieses Buches sind grundlegend neue Erkenntnisse zur Prävention, Diagnostik und Behandlung der Präeklampsie zusammengefasst. Die neuesten Forschungsergebnisse wurden bei der gründlichen Überarbeitung der Kapitel ebenso berücksichtigt wie die aktuellen internationalen und nationalen Leitlinien. Der Erkenntnisgewinn des letzten Jahrzehntes erstreckt sich von der Pathogenese der Präeklampsie bis zu den Langzeitrisiken für Mutter und Kind. Neu in diesem Buch ist die Besprechung aktueller Studienergebnisse zum dauerhaften kardiovaskulären Risiko bei ehemals präeklamptischen Müttern und ihren Kindern. Die Präeklampsie ist somit keineswegs ein kurzes und vorübergehendes Ereignis in der Schwangerschaft, sondern beschäftigt betroffene Frauen und ihre behandelnden Ärzte und Ärztinnen ein Leben lang. Besondere Beachtung fand die inzwischen als gesichert geltende substanzielle Bedeutung der Angiogenese bzw. Anti-Angiogenese bei der Entwicklung und Progression der Erkrankung. Klinische Konsequenzen, die wenn noch keinen Durchbruch so doch sicher einen wesentlichen Schritt nach vorne bedeuten, ergeben sich durch die Bestimmung angiogener Faktoren sowohl für das Screening wie auch für das Management und die Differentialdiagnose bei manifester Erkrankung.
Inhalt
<1. Präeklampsie: Bedeutung und Terminologie 142. Pathogenese 182.1. Endothel 182.1.1. Struktur und Funktion des Endothels 182.1.2. Endotheliale Vorläuferzellen 192.1.3. Oxidativer Stress und plazentale Ischämie 192.2. Thrombozyten 242.2.1. Differenzialdiagnosen der Thrombozytopenie 242.2.2. Physiologie der Thrombozyten 252.2.3. Bedeutung bei Präeklampsie und HELLP-Syndrom 262.3. Renin-Angiotensin-System 282.3.1. Das RAS in der normotensiven Schwangerschaft 282.3.2. Das RAS in der präeklamptischen Schwangerschaft 302.4. Autonomes Nervensystem 322.4.1. ANS-Aktivität in der normotensiven Schwangerschaft 332.4.2. Pathologische Veränderungen der ANS-Aktivität in der hypertensiven und präeklamptischenSchwangerschaft 343. Risikofaktoren und Früherkennung 383.1. Alter 383.2. Parität 383.3. Präeklampsie in der Vorgeschichte 383.4. Body-Mass-Index 393.5. Familiäre Belastung 393.6. Vorbestehende Erkrankungen 393.7. Diabetes mellitus/Insulinresistenz 393.8. Arterieller Hypertonus/Nierenerkrankung 403.9. Autoimmunerkrankung 403.10. Thrombophilien 413.11. Schwangerschaftsassoziierte Risikofaktoren 413.11.1. Mehrlingsschwangerschaften 413.11.2. Blasenmole, IVF 413.11.3. Pathologisches Doppler-Flussmuster der Aa. uterinae persistierend >24. SSW 413.12. Früherkennungsmethoden/Screening 424. Überwachung der Schwangeren 484.1. Bluthochdruck 484.2. Proteinurie 504.3. Ödeme 504.4. Veränderungen der Laborparameter 514.4.1. Hämatokrit, Hämoglobin 514.4.2. Thrombozyten 524.4.3. Gerinnung 524.4.4. Renale Funktion 534.4.4.1. Serumkreatinin 534.4.4.2. Harnsäure 534.4.4.3. Angiogene/antiangiogene Faktoren 534.5. Prodromalsymptome 534.6. Eklampsie 544.7. Organkomplikationen 544.7.1. Niere 544.7.2. Lunge 544.7.3. Zentrales Nervensystem 544.7.4. Retina 545. Überwachung des Feten 605.1. Gefahren und Risiken für den Feten 605.2. Möglichkeiten der Überwachung 605.2.1. Ultraschall 605.2.2. Kindsbewegungen 615.2.3. Dopplersonografie 615.2.4. Kardiotokografie 625.2.5. Angiogenesefaktoren 645.3. Fetale Kompensation 645.4. Fetale Dekompensation 665.5. Überwachung des Feten bei Präeklampsie 675.6. Überwachung während der Geburt 686. Angiogenesefaktoren in der klinischen Anwendung 726.1. Diagnostisches Dilemma der Plazentadysfunktion 726.2. Klinische Anwendung im ersten Trimenon 736.3. Klinische Erfahrung der Angiogenesefaktoren im zweiten Trimenon 736.4. Klinischer Nutzen im dritten Trimenon 747. Präventiv-therapeutische Möglichkeiten 787.1. Behandlung mit Acetylsalicylsäure 787.1.1. Wirkungsweise von Acetylsalicylsäure 787.1.2. ASS-Studien 787.1.3. Cochrane-Daten 787.1.4. Auswahl geeigneter Patientinnen 797.1.5. Therapiebeginn 797.1.6. Dosierung 797.1.7. Compliance 797.1.8. Abschließende Beurteilung und praktische Konsequenzen 807.2. Antioxidative Substanzen 807.3. Andere pharmakologische Substanzen 817.4. Ernährung 827.4.1. Natriumrestriktion 827.4.2. Energiezufuhr 827.4.3. Supplementierung mit Magnesium 827.4.4. Supplementierung mit Kalzium 827.4.5. Verwendung von Fischöl 837.5. Präeklampsie und Rauchen 838. Ambulante oder stationäre Betreuung 888.1. Differenzialdiagnose bei Hochdruck in der Schwangerschaft 888.2. Indikationen zur klinischen Vorstellung bzw. stationären Aufnahme 898.3. Ambulante Überwachung 909. Medikamentöse Therapie 949.1. Behandlung der Hypertonie 949.2. Prophylaxe der Eklampsie 959.3. Manifeste Eklampsie 969.4. Akutes Nierenversagen und Lungenödem 9710. Indikationen zur Entbindung 10010.1. Maternale Indikationen zur Entbindung 10010.1.1. Zentralnervöse Symptome 10010.1.2. Hämatologische Komplikationen der Präeklampsie 10010.1.3. HELLP-Syndrom 10110.1.4. Renale Komplikationen der Präeklampsie 10110.1.5. Pulmonale Komplikationen der Präeklampsie 10210.2. Fetale Indikationen zur Entbindung 10210.2.1. Präpartale Kardiotokografie (CTG) 10210.2.2. Biometrie 10210.2.3. Fruchtwassermenge 10310.2.4. Dopplersonografie 10310.3. Gestationsalter als Indikation zur Entbindung 10310.4. Entbindungsmanagement bei Präeklampsie 10410.4.1. Geburtseinleitung vor der 25. Schwangerschaftswoche 10410.4.2. Geburtseinleitung nach der 25. Schwangerschaftswoche 10511. HELLP-Syndrom: Symptome und Überwachung 11012. Therapie des HELLP-Syndroms 11612.1. Management 11612.2. Bedeutung der Frühgeburtlichkeit bei der Präeklampsie mit und ohne HELLP-Syndrom 11912.3. Neurologisches Outcome 12013. Nachbetreuung 12413.1. Untersuchungen 12413.1.1. Anamnese 12413.1.2. Arterielle Hypertonie 12513.1.3. Die Bestätigung der Diagnose 12513.1.4. Differenzialdiagnostik 12513.2. Therapie 12613.2.1. Risikoprofil 12613.2.2. Kardiovaskuläre Endorganschäden 12713.2.3. Indikation zur antihypertensiven Therapie 12713.2.4. Zielblutdrücke 12813.2.5. Therapieformen 12813.2.6. Proteinurie 13014. Kardiovaskuläres Langzeitrisiko nach Präeklampsie 13614.1. Bekanntheitsgrad kardiovaskulärer Spätmanifestationen 13614.2. Hypothesen zur Entstehung der kardiovaskulären Langzeitrisiken 13614.3. Assoziation von Präeklampsie mit kardiovaskulären Erkrankungen epidemiologischeDaten...