Die Grenzen des fossilen Automobilismus sind erreicht. Es gibt einfach zu viele Autos. Doch wieviel Veränderung schafft die moderne Gesellschaft? Wie wird das Auto nach der anstehenden Verkehrswende in die neue Mobilitätskultur passen?

Das private Auto war für lange Zeit das Sehnsuchtsobjekt und Symbol eines glücklichen Lebens. Es war eine kollektive Liebe der Mittelschicht und derjenigen, die dort hinstrebten. Doch diese affektive Bindung verliert vor allem in der Stadt zunehmend an Kraft. Wenigstens dort ist bereits klar geworden: Die Grenzen des fossilen Automobilismus sind erreicht. Es gibt einfach zu viele Autos.Die Verkehrswende ist nun auf der Agenda. Zukunftsfähig sind nur solche Verkehrsangebote, die auch unter Ressourcenknappheit individualisierbar bleiben. Autos nutzen statt besitzen wird in Verbindung mit digitalen Plattformen attraktiv, das Radfahren gewinnt gerade in den Städten an Popularität. Mobilitätsdienstleistungen kommen aus der Nische und können dank Echtzeitinformationen flexibel und zugleich routinemäßig genutzt werden. Der herrschende Rechtsrahmen jedoch privilegiert nach wie vor private Autos. Dagegen deuten die Präferenzen der vorwiegend städtischen Bevölkerung und auch die digitalen Optionen in eine andere Richtung: Die fortschreitende Individualisierung findet andere Wege als den privaten Besitz von Autos.

Autorentext
Christian Scherf (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der M-Five GmbH Mobility, Futures, Innovation, Economics GmbH in Karlsruhe. Er studierte Soziologie und Verkehrswesen an der Technischen Universität Berlin und arbeitete von 2009 bis 2018 am Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) sowie am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.
Titel
Erloschene Liebe? Das Auto in der Verkehrswende
Untertitel
Soziologische Deutungen
EAN
9783839445686
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.46 MB
Anzahl Seiten
174
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